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Dauerbrenner

Tarifverhandlungen in der Edelmetallindustrie bislang ohne Ergebn -.Betriebsrat gerade jetzt wichtig!

Pressedienst -  IG Metall Pforzheim  03. Februar 2009
 

Tarifverhandlungen in der Edelmetallindustrie

Auch zweite Tarifverhandlung ohne Ergebnis vertagt

Pforzheim Auch die zweite Tarifverhandlung über eine neue Altersteilzeit für die Beschäftigten der Edelmetallindustrie in Baden-Württemberg blieb gestern ohne Ergebnis. Die Arbeitgeber lehnen den von der IG Metall - wie in der Metall- und Elektroindustrie - geforderten verbindlichen, individuellen Anspruch für 4 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes auf Altersteilzeit weiterhin ab. Die materielle Ausgestaltung der Altersteilzeit könne zwar wie bisher analog der Metall- und Elektroindustrie erfolgen, ein individueller Anspruch und dazu noch in der Höhe von 4 Prozent sei für die Betriebe aber zu teuer, so das Argument der Arbeitgeber.


„Mit der Zusage der materiellen Ausgestaltung der Alterteilzeit wie in der Metall- und Elektroindustrie ist die Grundlage geschaffen, dass vorzugsweise Beschäftigte in Schichtarbeit im unteren Entgeltgruppenbereich von der Altersteilzeit profitieren könnten - wenn es denn auch einen individuellen Anspruch geben würde", so der Verhandlungsführer der IG Metall, Walter Beraus, von der Bezirksleitung.

Da der bisherige Zuschuss der Bundesanstalt für Arbeit im Falle einer Wiederbesetzung des Arbeitsplatzes ab nächstem Jahr entfällt, ist zu befürchten, dass auch in den Betrieben, die bisher die Altersteilzeit angewendet haben, dies nicht mehr der Fall sein wird.

Vor diesem Hintergrund ist die IG Metall auch bereit, einen Teil der Kosten für Altersteilzeit zu übernehmen. Die Mitglieder der Verhandlungskommission machten aber unmissverständlich deutlich, dass dies nur im Zusammenhang mit einem individuellen Anspruch denkbar ist.

Da für die IG Metall eine Lösung der Tarifrunde ohne eine vernünftige Regelung zur Altersteilzeit nicht denkbar ist, wurde verabredet, bei der nächsten Verhandlung einen Gesamtlösungsversuch einschließlich der Entgelterhöhung zu unternehmen.

Die nächste Verhandlung findet am 25. Februar 2009 in Pforzheim statt.

Mit freundlichen Grüßen

Arno Rastetter

IG Metall Pforzheim

 

 















 
Pressedienst -  IG Metall Pforzheim   04.02. 2009
 
  

Betriebsrat gerade in Krisenzeiten wichtig

 

Transfergesellschaften bei Würth, Fakir und Guthmann + Wittenauer sind erfolgreich gestartet / Hoher Zuspruch bei den Beschäftigten

 

Wie die IG Metall Pforzheim mitteilt hat das Instrument Transfergesellschaft bei Beschäftigten die von Massenentlassungen betroffen sind einen hohen Stellenwert. Ob bei den Entlassenen im Leiterplattenwerk von Würth, beim Staubsaugerhersteller Fakir in Vaihingen Enz oder beim Schmuckhersteller Guthmann + Wittenauer, sind nahezu alle Beschäftigten die von Arbeitsplatzabbau betroffen waren in die Transfergesellschaft eingetreten.

 

Bei Fakir sogar mehr als zuerst vorgesehen waren. Selbst Vertriebsleute, die ihren Wohnsitz weder im Kreis Ludwigsburg noch im Enzkreis haben, sind jetzt in der Transfergesellschaft, betont der Gewerkschaftssekretär der IG Metall Arno Rastetter.

 

Sie alle ziehen die Möglichkeit bei Strukturkurzarbeit und tariflicher Bezahlung (80% des vormaligen Nettoverdienstes) mit mindestens den doppelten Laufzeiten der Kündigungsfristen, nicht selten sogar volle 12 Monate, Angebote zur Qualifizierung und Bewerbungen auf offene Stellen mit sachkundiger Unterstützung der MitarbeiterInnen der Transfergesellschaften aktiv zu nutzen vor, anstatt die Kündigungsfrist abzuwarten und sich dann aus der Arbeitslosigkeit zu bewerben.

 

Möglich werden solche Modelle allerdings nur, wenn in einem Betrieb auch ein Betriebsrat besteht und sich dieser zusammen mit der IG Metall für derartige Auffanglösungen stark macht,so der Sprecher der IG Metall.

 

Deutlich wird dies am Bespiel Guthmann + Wittenauer. Dort konnte trotz Insolvenz eine Transfergesellschaft mit einer Laufzeit bis zu 6 Monaten für die Beschäftigten durchgesetzt werden. Bei der Firma Abel + Zimmermann, die wie G +W zum Konzern Egana Goldpfeil gehörte und an gleicher Produktionsstätte ihren Sitz hatte erhielten die Beschäftigten da es dort keinen Betriebsrat gab einfach eine betriebsbedingte Kündigung. Obendrein erhalten die Beschäftigten bei G+W auch noch Abfindungen aus einem vereinbarten Sozialplan, während die Beschäftigten bei A+Z  trotz der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens anlässlich der Schließung leer ausgehen. Dies zeigt deutlich wie wichtig gerade in Krisenzeiten ein aktiver Betriebsrat für die Beschäftigten in einem Unternehmen ist, so Rastetter.

 

Im wesentlichen arbeiten die IG Metall Pforzheim und die  Betriebsräte der Region mit den Transfergesellschaften B & Q aktiv GmbH und der mypegasus zusammen. Beide Gesellschaften haben einen Tarifvertrag mit der IG Metall abgeschlossen, der einen tarifliche Bezahlung unserer Mitglieder sicherstellt, so der Gewerkschafter. Des Weiteren sind beide in der Region verwurzelt und kennen den regionalen Arbeitsmarkt. Nur so ist eine fach,-  und sachgerechte Beratung der Betroffenen überhaupt erst möglich. Die Gewerkschafter nehmen auch regelmäßig an Veranstaltungen der Transfergesellschaften teil und betreuen ihre Mitglieder vor Ort um sicher zu stellen, dass auch die geforderten Qualität bei den Weiterbildungsangeboten dem Bewerbungstraining stimmt, und die Abrechnungen der Entgelte und Überweisungen der Abfindungen aus den Sozialplänen, die nicht selten auch von Treuhändern der Transfergesellschaften übernommen werden, in Ordnung sind.

 

Mit der Arbeit der drei aktuell laufenden Gesellschaften zeigen sich die Gewerkschafter zufrieden, wenn gleich es vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise natürlich auch bei noch so guter Beratung und Betreuung schwierig ist, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

 

Weitere Infos unter:  http://www.mypegasus.de

                                   http://www.pforzheim.igmetall.de

 

 

 


  

 

04.02.2009

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