Rubrikübersicht | Impressum | 06. Dezember 2022


Dauerbrenner

Sozialforum fordert Unterstützung bedürftiger Schulkinder!

Kinderarmut darf kein „Mode“ –Thema werden !
Sozialforum Pforzheim: Schulmittelfond einrichten!

Anfang September schlug das Sozialforum Pforzheim Alarm. In einem offenen Brief hat es die Verantwortlichen unserer Stadt aufgefordert, einen Schulmittelfonds einzurichten und aktiv gegen die wachsende Verarmung von mehr als 3000 Pforzheimer Kindern vorzugehen.

„Vor allem zum Schulanfang wirkt sich diese Armut zum Nachteil der betroffenen Kinder aus, weil Eltern die erforderlichen Schulkosten von bis zu 180 Euro nicht aufbringen können“ stellte Wolfgang Schulz fest.
Inzwischen bewegt sich etwas in Pforzheim. Dankenswerter Weise reagierte die Oberbürgermeisterin Frau Augenstein, die für 2.600 bedürftige Kinder 130.000 Euro, also 50 Euro für ein Kind, bereitstellen will. (Was aber nach Angaben von Grüne-Liste Stadträtin Renate Thon noch nicht der Fall ist!)
Doch muss gefragt werden: Was ist aber mit den verbleibenden 497 Kindern? Erhalten sie nichts?
Dieser, vom Sozialforum Pforzheim/Enz geforderte Schulmittelfonds ist aber nur ein erster wichtiger Schritt, um eine offensichtliche Benachteiligung gleich zum Schulbeginn zu verhindern.
Alle Teilnehmer des September-Plenums des Sozialforums und auch Gäste aus Pforzheimer Verbänden waren sich einig, dass gemeinsam nach weiteren Erleichterungen für die von Armut bedrohten und betroffenen Kindern gesucht werden muss.
In lebhafter Diskussion wurden wichtige Forderungen erarbeitet, die in einem Brief an die Oberbürgermeisterin und andere Verantwortliche unserer Stadt genannten wurden.
„Untragbar ist, dass Kinder in der Schule hungern, nicht am gemeinsamen Schulessen teilnehmen können. In einer gemeinsamen Anstrengung Aller muss es möglich, diesen Kindern ein kostenloses Mittagessen (oder für 0,79 Euro Harzt IV) bereit zu stellen.“ merkt Hannes Wolfinger an.
Gäste schlugen vor, ob die Musikschule und Vereine nicht kostenlose Plätze, wenigstens für einige arme Kinder, zur Verfügung stellen könnten.
Um der erschreckenden Verwahrlosung im gesundheitlichen, vor allem zahnärztlichen Bereich entgegenzuwirken, sollte überlegt werden, wie betroffene Eltern von Zuzahlungen befreit werden können.
Alle diese kurzfristig notwendigen Maßnahmen sind nicht aufschiebbar.
Sie werfen die Frage auf, ob unsere Stadt nicht dem Vorschlag des Sozialforum Pforzheim/Enz folgt und einen Sozialen Runden Tisch einrichtet. Dort können sich die Verantwortlichen der Stadt, der Wohlfahrtsverbände und Interessenvertreter Betroffener zusammen setzen, um auch über weitergehende längerfristige Maßnahmen zu diskutieren.
So könnte man gemeinsam für die Einführung von Ganztagesschulen, oder auch die unabdingbar notwendige Erhöhung der Hartz IV Regelsätzen eintreten. Wolfgang Schulz: “Kein Mensch kann von 347 Euro sich länger gesund ernähren, auch nicht sein Kind mit 208 Euro (das sind 2,28 Euro pro Tag für die gesamte Nahrung, davon 79 Cent für eine warme Mahlzeit nach dem Hartz IV Regelsatz).“
Eine angemessene und existenzsichernde Grundsicherung für die wachsende Zahl armer Menschen muss jetzt als bleibendes Thema auf die Tagesordnung gesetzt werden. Deutschland ist und bleibt eines der reichsten Länder der Welt. Und trotz der hohen Arbeitslosigkeit steigt die gesamtgesellschaftliche Produktivität stetig von Jahr zu Jahr. Den bedrohten sozialen Frieden zu sichern, sollte es jedem Bürger und jeder Bürgerin wert sein, den immer größer werden Kuchen auch sozial gerechter zu verteilen.
Wolfgang Schulz für das Sozialforum Pforzheim/Enz
T: 07231 – 98 35 18

03.10.2007

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