Rubrikübersicht | Impressum | 06. Dezember 2022


Dauerbrenner

Neo-Nazis verteilen übles Flugblatt in der Nordstadt

Bild: Neonazis auf dem Wartberg zeigen offenbar ungehindert - ganz aussen -  (auch dieses Jahr?) den Deutschen Gruß . Im Vordergrund, mit Lederjacke , der Führer des FHD, Silvio C.

Neonazis auf dem Wartberg zeigen offenbar ungehindert - ganz aussen - (auch dieses Jahr?) den Deutschen Gruß . Im Vordergrund, mit Lederjacke , der Führer des FHD, Silvio C.

Seit 1994 veranstaltet der rechtsextremistische "Freundeskreis "Ein Herz für Deutschland e. V."" (FHD) auf dem Pforzheimer Wartberg ein Fackelgedenken zur Erinnerung an die Zerstörung der Stadt am 23. Februar 1945. Seit 2002 ist diese Veranstaltung alljährlich Ziel linksextremistischer Gegenaktionen, insbesondere durch autonome "Antifaschisten". Diese wollen die "Mahnwache", auch durch Gewaltanwendung, möglichst verhindern.
Erneut veranstaltete der FHD am 23. Februar 2006 eine "Mahnwache", an der rund 80 Rechtsextremisten überwiegend aus der Region teilnahmen. Dem lediglich postalisch versandten Aufruf zufolge wollte der FHD damit in erster Linie "an ein alliiertes Kriegsverbrechen" erinnern und "der unschuldigen Opfer" beim Fackelschein still gedenken. Eine Mobilisierung über das Internet fand in diesem Jahr so gut wie nicht statt, so dass die Teilnehmerzahl im Vergleich zu 2005 um rund die Hälfte zurückging.
Rund ein Dutzend Mitglieder der rechtsextremistischen Gruppierung "Heidnischer Sturm Pforzheim", die schon im Vorfeld durch Flugblattverteilaktionen auf sich aufmerksam gemacht hatte, verstießen nach Polizeiangaben durch uniformiertes und bewaffnetes Auftreten gegen versammlungsrechtliche Vorschriften und wurden vorläufig festgenommen. Diese Ende 2005 gegründete Gruppierung besteht aus gut einem Dutzend jugendlicher Neonazis und rechtsextremistischer Skinheads und ist bislang insbesondere durch die Teilnahme an den rechtsextremistischen Demonstrationen am 14. Januar 2006 in München und am 28. Januar 2006 in Stuttgart in Erscheinung getreten.
Nun wurde auch am Wochende in der Pforzheimer Nordstadt ein Flugblatt des FHD verteilt unter dem reisserischen Titel " Deutschland sucht den Super-Antifaschisten".. werden bekannte lokale und überregionale politische Entscheidungsträger "abgewitscht" und teilweise übel verleumdet. Darunter auch Florentin Goldmann (CDU), Ute Vogt, Thomas Knapp und Jürgen Schroth (SPD), der das ganze nun auch dem Ordnungsamt der Stadt Pforzheim vorlegen will, daß die Mahnwache immer bisher problemlos genehmigt hat. Hier gilt auch der alte Grundsatz wieder: "Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen" und wer wie hier im Flugblatt geschehen , rechte Freikorps hochjubelt ,die in der Weimarer Zeit demokratische Politiker ermordet hatten , sollte sich nicht wundern wenn man ihn nicht gerade mit "Samthandschuhen" anfasst?

Quelle: Landesamt für Verfassungsschutz/ER 

18.02.2008

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