Rubrikübersicht | Impressum | 30. Juni 2022


Politik

SPD will mit

Dass die SPD mal die Partei der sozialen Ideen war, scheint lange her zu sein, nicht nur wegen Hartz IV. Freiheit, Solidarität und Demokratie hatten sich die Gründer auf die Fahnen geschrieben. Und ist wohl nicht mehr ganz "Bibel, äh Bebel-fest..." Nun greift die Pforzheimer SPD ohne Not mit Verve noch die Ärmsten der Armen an, die in der Innenstadt und dort vor allem um den Marktplatz herumsitzen und ein "freies Bierchen" zischen wollen.

" Was sicher ein Problem, ist aber sicher hier kein allzu grosses. Diese unerwünschte Randgruppe soll dort verschwinden und den legalen Biertrinkern Platz machen, die sich offenbar durch diese zahlenmäßig kleine Randgruppe belästigt fühlen könnten. Denn nach der nun kostenpflichtigen Umgestaltung des Marktplatzes will man offenbar alle störenden Elemente entfernen. Und mit dieser Stigmatisierung wird dann die Büchse der Pandora geöffent - Frage: wem gehört eigentlich die Stadt? Die kardinale Frage lautet nur: Wer ist nun als nächstes dran: "Herumsitzende Manager mit Bierdose, die Pause machen?? "Illegale Personen" - ohne Konsuminteresse? Versprengte Cityfeste-Besucher, die mal ein Bier abseits der Buden trinken wollen? Oder was ist das beim Marktplatzfest, werden dann nur noch klebrige Colagetränke ausgeschenkt? Und Alkoholismus in der Öffentlichkeit ist sicher auch ein gesamtgesellschaftliches Problem. Und niemand will ja ernsthaft die (wenigen) Biergärten verbieten? Pforzheim hat sicher andere Probleme, z.B. zuviele Ein-Euro-Jobs, fehlende ertragsreiche Arbeitsplätze, Ein-Euro-Shops, Billig-Bäcker, Friseure usw. Alles Probleme, die z.B. unter der Ägiude von SPD-OB Becker bereits begonnen haben und nun voll durchschlagen. Die Stadt braucht ein neues soziales Miteinander und keine Ausgrenzung! Und ob neue Konzepte wie das Lichtspektakel "Goldstadtzauber" neue dauerhafte Impulse bringen kann, mag bezweifelt werden, hier wird nur wieder mal eine "neue Sau durchs Dorf getrieben", statt mal an der bislang mangelnden Präsentation von kreativen Shops, Szenekneipen und kreativer Outdoor-Gastronomie in der City zu arbeiten. Denn wer abends z.B. in Stuttgart von der Rotebühlstrasse rechts abwärts via Bahnhof läuft, sieht im Sommer täglich hunderte von Leuten auf der Strasse sitzen und feiern, in Pforzheim eher unmöglich? Ob`s der neue, wohl teuer eingekaufte City-Manager vom Bodensee nun "richten kann", wird sich zeigen.
ron


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