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Politik

Podiumsdiskussion zum versuchten Anschlag auf den D÷nerimbiss

Bild: Polizeichef Burkhard Metzger und Memet Kilic (Gr├╝ne)

Polizeichef Burkhard Metzger und Memet Kilic (Gr├╝ne)

Rund fünfzig Besucher waren am 12.6. 2010 in den Alevitischen Kulturverein nach Eutingen  gekommen umd sich über den Anschlag in der Nordstadt zu informieren. Denn einiges was in der Lokalpresse zu lesen war, ist doch recht widersprüchlich gewesen. Zunächst begrüsste der grünen Politiker Memet Kilic die Besucher bis dass der Pforzheimer Polizeichef Burkhard Metzger das Wort ergriff. In einem recht trockenen Vortrag wollte er den organisatorischen Aufbau der Pforzheimer Polizei schildern, was aber tw.  "auf wenig Gegenliebe" stieß. so monierte eine Frau, dass sei eigentlich gekommen sei um etwas über den Naziüberfall zu hören. Nach einem  kurzen Wortgefecht wurde sie aufgefordert, nicht zu stören oder zu gehen.. Herr Metzger schilderte dann auch die polizeilichen Ermittlungen der letzten Zeit u.a. zum Thema Keplergymasium (antijüdische Hetze) oder auch den Angriff auf einen jugendlichen Deutschafrikaner. Zum Thema "Dönerimbiss" schilderte er dass die Polizei nachdem Notruf sofort mit sechs Streifenwagen zum tatort fuhr. Auf eine Frage hierzu warum denn mit Martinshorn gefahren worden sie, sagte er;" wir wollten dadurch auch eine bedrohliche Situation entschärfen helfen. Der Imbissbesitzer, Herr Aktas schilderte dann auch auf türkisch den Vorfall und sagte , er und die anderen Gäste hätten Todesangst gehabt, die zünden den Imbiss an, sie hätten bereits Feuerzeuge gzückt gehabt. eine Frau sei dabei im Imbiss in Ohnmacht gefallen, auch ein Kleinkind sei bedroht gewesen." Insgesamt seien es mehr Angreifer gewesen als die Presse bekannt gemacht hätte. Auch seien die Angreifer aus dem Pflaumenbaum gekommen: da sitzend die immer rum und lassen sich vollaufen", so ein Teilnehmer. Herr Metzger meinte dazu, man habe mit diversen Kneipenbesitzern bereits über solche Vorfälle gesprochen und auch über Fragen wie Konzession etc. Offenbar hätten die Rechtsextremen eine gute Organisation, die es ermöglicht schnell zu kommen und wieder zu verschwinden. Auch die Frage nach der Zugehörigkeit z.B. zum "Heidnischen Sturm" wusste Herr Metzger noch keine Antwort, da noch Ermittlungen laufen. Es gibt allerdings noch einen Ableger, die "Nagoldfront", die ebenfalls dazu gehört. Ob die damit in Verbindung stehen , ist noch offen. Es gab inzwischen auch Ermittlungen u.a. wegen Nötigung, Landfriedensbruch, Volksverhetzung usw.

Eine lebhafte Diskussion schloss sich an, wobei sich Migranten auch über die Polizei beschwerten, "dass sie immer kontrolliert würden, obwohl sie nicht gewaltbereit wären."  Es wurde dazu aufgefordert, mehr für die Integration von Ausländern zu tun.

In anderen Städten gibt es mehr Migranten bei der Polizei, Herr Metzger sieht hier auch einen Weg zur Verbesserung des Klimas zwischen Staat und ausländischen Bürgern. An Stadträten waren nur Christoph Weisenbacher (WiP) und Axel Baumbusch (Grüne Liste) gekommen. Angeregt wurden eine Demo gegen diesen fremdenfeindlichen Angriff sowie eine Fortsetzung dieser Gespräche mit Migranten und ihren Vertretungen. Zwei Teilnehmer sagten uns hinterher, " das hat uns nicht viel gebracht , wir müssen uns untereinander besser verständigen, dann können uns diese Nazis am A..... lecken...

 

P.S. Die Anhänger der neuen Gruppierung NAGOLDFRONT sollen sich auch  im gutbürgerlichen  Rodgebiet "tummeln", sachdienliche red. Hinweise erbeten unter  Tel.: 07231-1337759...  

 

Wer sind die Aleviten?

 

Rund 700000 der rund zwei Millionen in Deutschland lebenden Türken sind Aleviten. Die liberal-islamische Glaubensgemeinschaft hat ihren Ursprung im schiitischen Islam. In der Türkei leben ca. 20 Millionen Aleviten. Sie sind offiziell nicht anerkannt.

Für Aleviten gilt das islamische Rechtssystem, die sogenannte Scharia, nicht. Im Gegensatz zu den größten islamischen Glaubensrichtungen Sunniten und Schiiten pilgern sie nicht nach Mekka (Saudi-Arabien). Die Aleviten fasten im ersten Monat islamischer Zeitrechnung, dem sogenannten MuharremIm alevitischen Islamunterricht sollen unter anderem Werte wie Toleranz, Freundschaft sowie Gleichheit von Mann und Frau vermittelt werden. Der Unterricht wird auf Deutsch erteilt und geht auch auf Allah und alevitische Feste ein. 

13.06.2010

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