Rubrikübersicht | Impressum | 03. Dezember 2022


Politik

Lebensmittelkonzern Nestle soll Globalisierungsgegner Attac bespitzelt haben

Nestlé-Spitzel bei Attac Schweiz
Konzern beugt Persönlichkeitsrechte aus Angst vor Enthüllungen

 


Journalisten des Schweizer Fernsehens deckten es auf: 2003/2004 ist eine Arbeitsgruppe bei Attac Schweiz, die an einem Buch über die Machenschaften des Konzerns Nestlé arbeitete, über ein Jahr lang ausspioniert worden. Eine Mitarbeiterin der Sicherheitsfirma Securitas hatte sich unter falschem Namen bei der Gruppe eingeschlichen und Informationen über deren Vorgehen weitergegeben. Nestlé behauptet, mit der Affäre nichts zu tun zu haben; von der Securitas-Spionin fehlt bislang jede Spur.
Die Affäre reiht sich ein in eine lange Liste gesetzeswidriger Konzern-Übergriffe. Im sogenannten Mc Libelaœ-Fall in den 90ern, einem langwierigen Gerichtsverfahren von McDonalds gegen englische AktivistInnen, wurden vom Konzern ganz gezielt Spione eingesetzt. Bei verschiedenen Kampagnenplanungen von Attac D haben sich nachweislich unbekannte Dritte in die Telefonkonferenzen eingeklinkt. Aktuell sind die Medien sensibilisiert und bringen ständig neue Skandale ans Tageslicht, in denen Unternehmen missliebige Personen, auch unter den eigenen MitarbeiterInnen, überwachen lassen. Die Bundesregierung verurteilt zwar Lidl, Telekom und Co, schafft aber zugleich neue technische und gesetzliche Voraussetzungen für den neuen, gläsernen Menschen , beobachtet von Staat und Wirtschaft gleichermaßen. Attac beteiligt sich an der Kampagne gegen Vorratsdatenspeicherung.
PM/attac

23.06.2008

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