Rubrikübersicht | Impressum | 30. November 2022


Politik

Die Toten mahnen: VVN-Veranstaltung am Totensonntag in Pforzheim

Bild: Milan Kopriva spielte auf der Gitarre..

Milan Kopriva spielte auf der Gitarre..

Rund 25 Teilnehmer zählte die schon traditionelle VVN-Veranstaltung am Totensonntag in Pforzhei m am Mahnmal für die Opfer des Faschismus auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof.

Jochen Dürr vom Landesvorstand des VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) warnte in seiner umfassenden Rede vor den Gefahren des Neonazismus , so durch die Terrogruppe der NSU. Aber auch bei uns in Baden-Württemberg gab und gibt es Anschläge von Neonazis, so ein Brandasnchalg in Winterbach oder ein Autoattentat eines NPD-Funktionärs auf einen Antifaschisten in Riegel. Auch die zunehmende Militarisierung wurde kritisiert, so nun der geplante neue Auslandseinsatz der Bundeswehr in der Türkei mit Patriotraketen, aber auch die Möglichkeit des Inlandeinsatzes der Bundeswehr. Er forderte weiter einen stärkeren Kampf gegen den Neofaschismus und ein Verbot der NPD. Auch in Richtung 23.2. 2012 forderte Dürr eine Beteiligung an allen Formen des Widerstands gegen die Neonazis auf dem Wartberg. Als weitere Redner kritiserte u.a. Christoph Grosse (Fi) einen Leserbrief von SPD-Stadtrat Dr. Joachim Rösch, der sich über den Namen der \"Initiative gegen Rechts\" aufgeregt hatte..Auch der Heimathistoriker Gerhard Brändle kritisierte, dass auf dem Friedhof zwar Namen von Euthanasieopfern aufgeführt werden, nicht jedoch von ermordeten Sinti und Romas. Brändle forscht auch dazu aktuell und nannte Namen von minderjährigen Betroffenen, an die auch zukünftig erinnert werden muss, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Silvia Fackel (Linke) trug ein Gedicht von Hans-Dieter Hüsch vor, dass ähnlich wie die \"Schmuddelkinder\" sich darum dreht, sich vor ausgegrenzte Menschen zu stellen um diese zu schützen...
Musikalisch begleitet wurde die Gedenkveranstaltung wiederum durch den Bundestagskandidaten der Linken, Milan Kopriva auf der Gitarre. Kämpferische Lieder u.a. aus der UdSSR, Tschechoslowakei oder Italien (Bella Ciao) rundeten die Veranstaltung auch kulturell ab.

25.11.2012

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