Rubrikübersicht | Impressum | 07. Oktober 2022


Leserbriefe

VCD-Kritik zur Gäubahn im Ländle

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Die Deutsche Bahn hat auf der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses des Verbands Region Stuttgart das Konzept zur Störfallreaktion für die Zeit nach Kappung der Gäubahn im Vorfeld des Hauptbahnhofs Stuttgart vorgestellt, wenn die Panoramastrecke wegen des Projekts Stuttgart 21 nicht länger als Umleitung für die S-Bahn-Stammstrecke zur Verfügung steht.

Damit bestätigt sich die Befürchtung einer erheblichen Verschlechterung. Der Ersatz mit Regionalbahnen durch den Fildertunnel zum Flughafen leistet nur gut die Hälfte der Panoramabahn, während bei den Stadtbahnen zu den bereits jetzt im Störfall genutzten Kapazitäten mit der U6 zum Flughafen nur wenig hinzugekommen ist. „Das Konzept ist ein Rückschritt, denn nur mit Erhalt der Panoramastrecke zwischen Stuttgart und Vaihingen lassen sich Fahrtverlängerungen bei Störungen in der Stammstrecke auf das Maß einer Viertelstunde begrenzen", stellt Gero Treuner, Vorstand im Landesverband des Verkehrsclub Deutschland (VCD), fest.

Statt nun noch durchgängig möglicher Linienführung muss bei Reisen über das Zentrum und Flughafen bzw. Rohr und darüber hinaus künftig mehrfach umgestiegen werden. Der VCD lobt die mit Einführung von ETCS redundant ausgeführte Leit- und Sicherungstechnik, weist allerdings daraufhin, dass dies nur infrastrukturelle Störungsursachen betrifft und auch darin nur einen Teilbereich. Weiterhin wird man mit regelmäßigen Störungen umgehen müssen, und die groß angekündigte Verringerung der Störungsereignisse sollte nicht überschätzt werden.

Mit der neuen Kehranlage beim Hauptbahnhof und Weichenverbindungen im Hasenbergtunnel wird flexibler reagiert werden können, was dazu genutzt werden soll, die unterbrochene Strecke enger um die Störstelle zu begrenzen. Die S-Bahn-Stuttgart muss beweisen, dass sie betrieblich in der Lage ist, diese Möglichkeiten zu nutzen. „Der auch künftig geplante häufige Rückfall auf ein Halbstundenintervall ist zu wenig ambitioniert und kann den angestrebten deutlich höheren Fahrgastzahlen nicht gerecht werden", so Gero Treuner. Da spätestens ab Dezember der 15-Min.-Takt die Regel sein wird, muss dies zum Maßstab auch für Betriebsprogramme im Störungsfall werden, denn anders lässt sich die Anzahl der Fahrgäste in den für unsere Wirtschaft wichtigen Hauptverkehrszeiten nicht zeitgerecht weiterbefördern. Schon jetzt ist es grundsätzlich möglich, bei Unterbrechungen des Innenstadttunnels Teile davon auch in Gegenrichtung zu befahren, ohne dass es genutzt wird. Antworten auf diese Frage bleibt DB Regio bis heute schuldig.
PM/VCD

23.09.2022

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