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22. Mai 2022

Termine

30. Nov. 1944: 2019 Pforzheim Erinnerung an die Ermordung französischer WiderstandskämpferInnen

Bild: Der ehemalige Pforzheimer OB Gert Hager am Denkmal für die ermordeten französischen Widerstandskämpfer (2014, Foto R.N.)

Am Samstag, dem 30. November 2019, erinnert die Stadt Pforzheim an die Ermordung von 25 Angehörigen der Résistance-Gruppe „Réseau Alliance" vor 75 Jahren in Pforzheim im Waldgebiet Hagenschieß.

Zur Gedenkfeier werden auch Angehörige der Widerstands-Kämpferinnen und -Kämpfer aus Frankreich erwartet. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr am 2008 errichteten Gedenkstein an der Tiefenbronner Strasse und wird fortgesetzt in der benachbarten Hochschule Pforzheim. Das Programm der Veranstaltung am 30.11.2019 ist erhältlich bei Kulturamt der Stadt Pforzheim (kult@stadt-pforzheim.de).Begleitend zu dieser Veranstaltung zur Erinnerung an die ermordeten acht Frauen und 17 Männer der Résistance erscheint eine Dokumentation über die Ereignisse vor 75 Jahren.Sie ist zweisprachig und enthält neben der Darstellung der Résistance-Gruppe „Réseau Alliance" und der Ereignisse vor 75 Jahren auch Biografien und Portraits der in Pforzheim Ermordeten. Die Morde in Pforzheim stehen am Schluss der sog. „Schwarzwälder Blutwoche" vom 23. bis zum 30. November 1944 durch die Gestapo in Kehl, Rastatt, Offenburg, Freiburg, Bühl, Gaggenau und dann Pforzheim. Ergänzt wird die Veröffentlichung durch letzte Briefe und Schreiben von Yolande Lagrave, der einzigen Überlebenden des Massakers, und Louis Payen. Ein 2008 zwar vorliegender, aber nicht veröffentlichter Artikel über die Verantwortlichen benennt die Täter. Ein Pressespiegel dokumentiert die Erinnerungsarbeit in Pforzheim durch die Errichtung des Gedenksteines 2008 in der Nähe des Tatortes und Ergänzungen der Tafel durch Fotos und neue Forschungsergebnisse in den Folgejahren. Am Schluss der Dokumentation steht die Aufforderung von Nicole Jacquet-Lafont, der Tochter der in Pforzheim ermordeten Widerstandskämpferin Rosa Storck: „Wir alle müssen wachsam sein, wenn eine Person Äußerungen macht, die den Hass auf andere Menschen schüren.

Brigitte und Gerhard Brändle

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