Rubrikübersicht | Impressum | 20. Juni 2024


Leserbriefe

80 Jahre D-Day: Normandie-Erklärung anlässlich der Feier des 80. Jahrestags des D-Day

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-Übersetzung des englischen Textes-

Bei unserer heutigen Zusammenkunft anlässlich des 80. Jahrestags der Landung alliierter Truppen in der Normandie zum Gedenken an das große Opfer, das all jene erbracht haben, die Europa von Unterdrückung befreiten, erinnern wir uns an die Ideale und Prinzipien, für die sie kämpften. Auch 80 Jahre danach wird unser gesamtes Handeln weiterhin von diesen Prinzipien geleitet, da sie die Grundlage für Frieden und Sicherheit weltweit darstellen. Diese Prinzipien, die in der Charta der Vereinten Nationen verankert sind und seit Unterzeichnung des Nordatlantikvertrags vor 75 Jahren von den NATO-Verbündeten verteidigt werden, sind einmal mehr einem direkten Angriff auf europäischem Boden ausgesetzt. Im Angesicht eines völkerrechtswidrigen Angriffskriegs bekräftigen unsere Länder ihr gemeinsames Festhalten an diesen Grundwerten:

Erstens: Wir unterstützen die territoriale Unversehrtheit souveräner Staaten. Grenzen können nicht gewaltsam verschoben werden.

Zweitens: Wir lehnen die Anwendung von Gewalt als Mittel zur Beilegung von Streitigkeiten ab. Unser Bündnis und unsere Partnerschaften dienen strikt der Verteidigung und bedrohen in keiner Form die Sicherheit eines anderen Staates. Unser gemeinsames Ziel ist der Schutz und die Wahrung des Friedens.

Drittens: Wir respektieren die Freiheit aller Staaten, ihre eigenen Sicherheitsbeziehungen zu wählen, sowie ihr Recht, sich an Bündnissen zu beteiligen oder darauf zu verzichten. Dies ist Ausdruck einzelstaatlicher Souveränität und des Wunsches nach Sicherheit und Stabilität, der uns alle eint.

Viertens: Wir bekennen uns zur Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten für alle ohne Unterschied, einschließlich der Freiheit des Denkens, des Gewissens, der Religion und der Weltanschauung.

Fünftens: Wir treten für die Rechte aller Völker ein, ihren politischen Status kraft ihres Rechts auf Selbstbestimmung im Einklang mit dem Völkerrecht frei zu bestimmen.

Sechstens: Wir fördern den Zugang aller Menschen zu verlässlichen Nachrichten und Informationen sowie ein offenes, sicheres und geschütztes digitales Informationsumfeld. Der Schutz eines freien, unabhängigen und pluralistischen Journalismus und entsprechender Medien ist für dieses Ziel unabdingbar.

Siebtens: Wir treten für friedlichen wirtschaftlichen Handel, persönliche Beziehungen zwischen den Menschen und internationale Zusammenarbeit ein, um Sicherheit und Wohlstand innerhalb und außerhalb Europas zu fördern.

Diese allgemeinen Prinzipien bilden den Kern unseres gemeinsamen Engagements für Frieden und Sicherheit. Seit dem Zweiten Weltkrieg bilden sie die Grundlage für das Bündnis zwischen den Vereinigten Staaten, Kanada und europäischen Ländern - wie auch für die langjährigen weltweiten Partnerschaften, die geschaffen wurden. Auch heute stehen sie nach wie vor im Zentrum unseres weltweiten Engagements und unseres Bemühens, globale Normen zu stärken, Werte zu fördern und nachhaltige Entwicklung für alle zu unterstützen. Sie leiten uns in unserer unbeirrbaren Entschlossenheit, die Ukraine so lange wie nötig in ihrer Selbstverteidigung gegen den russischen Angriffskrieg zu unterstützen, um den Frieden in Europa wiederherzustellen.

Angesichts der tragischen Mahnung, dass Frieden nicht ewig währt und dass Sicherheit nicht selbstverständlich ist, sind unsere Bemühungen um eine Stärkung unserer kollektiven Verteidigung, Abschreckung und Resilienz nötiger denn je. Wir bekräftigen die zentrale Rolle der NATO für die europäische Sicherheit sowie die Bedeutung einer stärkeren und leistungsfähigeren europäischen Verteidigung, die einen positiven Beitrag zur weltweiten und zur transatlantischen Sicherheit leistet. Wir erkennen an, dass noch mehr getan werden muss.

Als die alliierten Truppen vor 80 Jahren in der Normandie landeten, standen sie erst am Anfang ihres langen, heldenhaften Wegs zum Sieg. Es war ein Sieg der Freiheit und all jener Prinzipien, die wir schätzen, auf denen unsere Weltordnung gegründet wurde und die heute einmal mehr bedroht sind. Im Gedenken an ihren Mut sollten wir auch unserer historischen Pflicht gewahr werden, diese Ideale zu schützen.

PM/BPA

07.06.2024

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