Rubrikübersicht | Impressum | 22. Juni 2024


Leserbriefe

Umweltverbände kritisieren die Tarif- und Informationspolitik der VVS

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Umwelt- und Fahrgastverbände kritisieren die Tarif- und Informationspolitik des VVS scharf, da nun nach der Stammstreckensperrung der S-Bahn über den Sommer schon die nächste Einschränkung für Pendler ins Haus steht.

Obwohl zum 1. September die Tarife im VVS mit durchschnittlich 7,5% deutlich gestiegen sind, wurde letzte Woche bekannt, dass im S-Bahn-Verkehr ab Dezember 2023 ein Notfahrplan mit deutlich verringertem Takt gelten wird.
Dabei wird unter der Woche abends schon ab 19 Uhr auf allen Linien der 30min-Takt gelten statt wie die letzten beiden Jahre bis 20:30 Uhr. Samstag wird generell der Halbstundentakt gelten, bis auf die Linie S6 / S60.
Die Bemerkung in der Pressemeldung der VVS im Juni 2023 zur Tariferhöhung:"Rund drei Viertel aller Fahrgäste sind von der Tarifanpassung aber gar nicht betroffen ..." blendet völlig aus, dass bis jetzt das Deutschlandticket noch nicht über 2023 hinaus finanziert ist. Im Falle des Scheiterns der Finanzierung durch den Bund gelten wieder die Verbundtarife, die dann eine kräftige Steigerung für diese Kunden bedeuteten.

Fakt ist, die Leistung des VVS für den Fahrgast sinkt ab Dezember, währende die Preise kräftig steigen, wenn auch im Moment für nur einen Teil der Kunden.

Bleibt zu hoffen, dass die Ausdünnung des Fahrplans eine Stabilisierung des Angebots mit weniger Verspätung und Ausfällen für die Fahrgäste darstellt, da ein gutes Angebot auf dem Papier ebensowenig zufriedenstellt.

Für den
VCD KV Stuttgart
www.vcd-stuttgart.de
Marlis Heck, Markus Mezger
Mitglieder im VVS Fahrgastbeirat

26.09.2023

· Kritik an Stromnetzübernahme von Tennet
· Neben dem Preis ist das Angebot entscheidend: Das 49-Euro-Ticket wird nur da gekauft, wo auch im ausreichenden Maße Busse und Bahnen fahren. Das ist insbesondere im ländlichen Raum allzu oft nicht der Fall. Daher fordert das Bündnis, dass der öffentliche Nah- und Regionalverkehr in der Stadt und mehr noch auf dem Land ausgebaut und barrierefrei wird. Dafür müssen Bund und Länder stärker in die Finanzierungsverantwortung für den gesamten ÖPNV gehen. Der kommunale ÖPNV ist heute in seinem Bestand bedroht, weil die Kommunen mit der Finanzierung allein gelassen werden. Wenn der Ausbau- und Modernisierungspakt von Bund und Ländern ein leeres Versprechen bleibt, werden die steigenden Kosten für Instandhaltung, Betrieb und attraktive Arbeitsbedingungen im ÖPNV für einen Rückbau sorgen statt für einen Ausbau.
· VCD empfiehlt: Wie kluge Verkehrspolitik und Sparen vereinbar sind
· 20 Jahre Vision Zero: Immer noch zu viele Verkehrstote
· Gestaltungsmöglichkeiten für die Kommune und sichere Mobilität für alle


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