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22. Mai 2022

Termine

Aktionstag der IG Metall bei 9 Betrieben an 13 Standorten im Enzkreis, Vaihingen, Ittersbach, Bretten und Bruchsal

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IG Metall Bezirksleiter für Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger, spricht bei Kundgebung in Niefern Enzkreis/

Die Themen in den Betrieben sind so unterschiedlich wie die Aktionsformen. Bei Mapal WWS in Pforzheim, Schroff in Straubenhardt und Possehl Elektronik in Niefern werden ausgewählte Ergebnisse der IG Metall Beschäftigtenbefragung zu tarif- und sozialpolitischen Themen dargestellt. Während die Information der Beschäftigten bei Mapal WWS während der Mittagspause mit Abstand zwischen 12.00 bis 13.00 Uhr im Freien auf dem Betriebsgelände stattfinden wird, findet die Aktion bei Schroff im Wesentlichen zu Schichtbeginn und Schichtende vor den Toren und Parkplätzen statt. Zusätzlich wird bei Schroff das Thema Leistungsentgelt eine Rolle spielen. Bei Possehl werden die Beschäftigten ganztägig in kleinen Gruppen durch den Betriebsrat informiert.

Bei S & G werden Vertreterinnen und Vertreter der IG Metall und des Betriebsrats an den Standorten Pforzheim, Bretten und Bruchsal unterwegs sein um Ergebnisse zur Befragung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz zu präsentieren, und notwendige Umsetzungsschritte zu besprechen.

Gänzlich ohne Kontakt aber dennoch mit intensiver Ansprache gehen Betriebsräte und die IG Metall auf die Beschäftigten bei G.RAU und WISI mit Telefonaten zu. Hierzu nimmt sich die IG Metall und die Betriebsräte vor, rund 600 Beschäftigte telefonisch zu kontaktieren. Während bei G.RAU die Themen der letzten Betriebsversammlung mit den Beschäftigten diskutiert werden, geht es bei WISI um Ansprüche aus dem tariflichen Zusatzbetrag, den die Firma auch im Jahr 2020 nicht an die Beschäftigten ausbezahlt hat. Hierzu wird am 17.12.2020 eine erste Entscheidung durch das Arbeitsgericht Pforzheim erwartet, so der Sprecher der IG Metall Pforzheim, Arno Rastetter.

Bei der Firma Mahle in Mühlacker und Vaihingen finden Betriebsratssprechstunden mit den Beschäftigen statt, die vom Betriebsrat und der IG Metall organisiert werden. Zentrales Thema wird dort der geplante Stellenabbau sein. IG Metall und Betriebsrat wollen bei den Sprechstunden zusammen mit den Beschäftigten Alternativen zur geplanten Stellenstreichung entwickeln, erklärt die 1. Bevollmächtigte der IG Metall Pforzheim, Liane Papaioannou, die selbst den ganzen Tag über vor Ort in Mühlacker sein wird. In Mühlacker werden dazu eigens größere Zelte auf dem Parkplatz aufgebaut, um die Sprechstunden mit gebührendem Abstand und frischer Luft Corona gerecht durchführen zu können.

Ebenfalls um Personalabbau geht es bei Harman Becker in Ittersbach. Ebenfalls an der frischen Luft werden Betriebsrat und IG Metall die Beschäftigten von 10.00 bis 15.30 Uhr auf dem Betriebsgelände zum Stand der geplanten Umstrukturierung und der Stellenstreichung informieren. Besonders wichtig ist dort der tarifliche Kündigungsschutz für ältere Beschäftigte.

Während es bei den Firmen Albert Weber in Neuenbürg und Heckler in Ötisheim um den erstmaligen Abschluss eines Tarifvertrags geht, tritt die IG Metall Pforzheim bei Karl Klink in Niefern an, um die Tarifflucht aus dem Anerkennungstarifvertrag zu verhindern. Bei Heckler werden die Beschäftigten mit Flugblättern zum jeweiligen Schichtbeginn informiert, während bei Albert Weber eine umfassendere Information und Aktion von 10.30 - 13.00 Uhr vor dem Betrieb stattfinden wird. Dort hatte die Geschäftsführung in Neuenbürg angekündigt, dass sie ihrer Verpflichtung aus dem Übernahmeangebot in der Insolvenz in Eigenverwaltung nachkommen werde und jetzt Verhandlungen zu einem „Haustarifvertrag" mit der IG Metall Pforzheim aufnehmen werde, erklärt der zuständige Gewerkschaftssekretär, Kai Müller, von der IG Metall Pforzheim.

Bei Karl Klink hat die Geschäftsführung den Anerkennungstarifvertrag mit der IG Metall zum Jahresende gekündigt. Die Belegschaft hatte dort bereits zahlreiche Protestaktionen gestartet, deren vorläufiger Höhepunkt in diesem Jahr die Kundgebung um 12.15 Uhr vor dem Betrieb mit dem IG Metall Bezirksleiter für Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger, sein wird.

Wichtig ist es der IG Metall Pforzheim, mit all den Aktionen in und vor den Betrieben unter Beweis zu stellen, dass sie mit entsprechender Kreativität und neuen Aktionsformen in der Lage ist, auch in Zeiten der Corona Pandemie mit den Beschäftigten für ihre Rechte einzutreten, ohne dass ein Ansteckungsrisiko eingegangen wird. Insofern ist es für die IG Metall auch ein Testlauf, wie die anstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie gestaltet werden kann. Was früher die IG Metall- Caps waren sind halt heute die Schutzmasken mit IG Metall- Logo, wo bei vergangenen Tarifrunden viele IG Metallerinnen und Metaller bei Kundgebungen dicht gedrängt standen, sind sie jetzt zwar räumlich auf Abstand, aber im Geiste und ihre Intension fest verbunden, so der Sprecher der IG Metall Pforzheim, Arno Rastetter.
PM/igm

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