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23. Mai 2022

Pforzheimer Sportschau

Dreifachspieltag der Wilddogs

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Am Sonntag spielten gleich drei Abteilungen der Pforzheim Wilddogs Heimspiele.

Während die U19 Jugend, die eine Spielgemeinschaft mit den Badener Greifs hat, in Grünwettersbach die Weinheim Longhorns mit 56:06 vom Platz schickte, spielte die U15 Flag im Holzhof gegen die Stuttgart Scorpions. Die Pforzheim Wilddogs schickten die Gäste aus der Landeshauptstadt mit 43:00 nach Hause. Das Highlight des Tages bildeten dann die Herren, diese empfingen die Biberach Beavers. Die Partie mussten die Pforzheim Wilddogs leider mit 18:27 als verloren abhaken.
Die U15 Flagfootball machte den Anfang an diesem sonnigen Sonntag. Direkt zum Kick-Off fanden an die hundert Zuschauer bereits den Weg ins Holzhof-Stadion. Die kleinsten der Wilddogs zeigten auch gleich, dass dies ihr Stadion ist und ließen sich von der Flagmannschaft des Bundesligisten Stuttgart Scorpions nicht beeindrucken. Im ersten Quarter wurde sich zwar noch etwas beschnuppert, doch die Wilddogs gingen souverän mit 06:00 in Führung. Zur Halbzeit wurde dann bereits zum 22:00 erhöht. Am Ende stand ein fulminantes 43:00 auf der Anzeigetafel und den Scorpions blieb nur die punktlose Heimreise in die Landeshauptstadt. „Ich bin begeistert von unseren Kleinsten. Der Erfolg gibt unserer Jugendarbeit recht und ich freue mich riesig, dass wir endlich auch mal Flag-Football auf die große Bühne im Holzhof bringen konnten:" So Vorstand Kai Höpfinger.
Nach diesem starken Start sorgten die Bü-Hoi Cravallos aus Büchenbronn für ordentlich Stimmung im Holzhof, bevor die Golden Flames Cheerleader das Publikum vollends auf Football einstellten. Unter dem laustarken Getöse, der ca. 700 Besucher, von den Rängen betraten die Pforzheim Wilddogs zum ersten Mal in der Saison den Rasen im Holzhof. Gehüllt in blau-weißen Rauch standen die Zeichen auf Angriff im Holzhof, denn die Wilddogs hatten noch die Niederlage aus dem Hinspiel beim KIT im Gedächtnis.
Der Münzwurf wurde dann von den Gästen gewonnen, aber die wollten den Ball in der zweiten Halbzeit haben, also sollte der Wilddogs Angriff beginnen. Er sollte eigentlich beginnen, denn der Kick-Off Return geriet zum Fiasko. Ballverlust an Biberach direkt zu Anfang war die Folge. Drei Spielzüge später war der Quarterback der Gäste, Michael Van Deripe mit dem Ball in der Endzone, 0:6 nach weniger als einer Minute. Die Wilddogs in der Folge durchwachsen, eine so schnelle Führung der Gäste sorgte für Unruhe im Team und auch in der Offense rund um Quarterback Chris Treister. Der Angriff wollte nicht so richtig zünden und die Wilddogs mussten den Ball wieder abgeben. Beflügelt von einer so schnellen Führung legte Patrice Huber von den Gästen mit einem 40-Yard Catch nach, 0:13 zeigte die gnadenlose Anzeigetafel im Holzhof.
Jetzt platze auch der Knoten bei den Wilddogs. Pünktlich zum zweiten Viertel drehte die Mannschaft auf. David Gauß lief über 60 Yards zur Endzone und sorgte für das 06:13. Was dann auf Biberacher Seite folgte, war selbst für eingefleischte Football-Fans eher ungewöhnlich. Die Beavers bewegten sich um die 25 Yard-Linie kaum noch vorwärts. Etliche Strafen sorgten dafür, dass die Beavers immer wieder zurück mussten. Kaum wurde ein First-Down erzielt, sorgten Fallstarts und Formationsfehler wieder für Raumverlust der Gastgeber. Gut für die Wilddogs, Chris Treister marschierte nach einem Turn-Over on Downs bis an die 5-Yardline der Gäste. Mit einem beherzten Quarterback-Sneak landete er in der Endzone, 12:13, alles wieder offen zur Halbzeit.
Die Beavers mussten dann auch gleich den Ball zur zweiten Halbzeit wieder abgeben, das Momentum schien mit den Wilddogs. Doch auch der Wilddogs-Angriff verpuffte im Anschluss. Biberach stellte jetzt um, No-Huddle Offense hieß es jetzt auf Seiten der Beavers. Maximaler Druck um die Defense zu überrennen. Die Strategie ging auf. Das Duo Michael Van Deripe und Spencer Payne sorgten zweimal hintereinander direkt für Punkte. Die Offense der Beavers stürmte über den Platz und drohte mit dem 12:27 davonzuziehen, ehe die Defense der Pforzheim Wilddogs ein Mittel dagegen fand. Im letzten Quarter schaffte es David Gauß nochmal in die Endzone, die versuchte Two Point im Anschluss schlug leider fehl, so stand es 18:27. Am Ende fehlte den Wilddogs dann die Zeit um hier nochmal aufzuholen. So gewannen die Biberach Beavers verdient mit 18:27.
„Die Ergebnistafel spiegelt nicht ganz die Leistung auf dem Platz wieder, es hätte auch knapper, oder anders ausgehen können." So Defense Captain Michael Lang „Beide Mannschaften waren absolut auf Augenhöhe, die Beavers haben unsere einzelnen Fehler konsequent genutzt und uns fehlte hin und wieder der finale Zug." So Lang weiter. Quarterback Chris Treister lässt den Kopf auch nicht hängen „Das Spiel war gut und die Stimmung im Stadion grandios. Wir waren besser als beim KIT, aber es gibt noch ein paar kleine Probleme die es zu beseitigen gilt." Ähnlich sieht das auch Head-Coach Ambort Taylor „Wir wurden zum Start etwas überrumpelt, haben uns aber gut zurückgekämpft. Konnten zur Halbzeit so gut wie ausgleichen. Das Spiel war kein Vergleich zum Auftakt in Karlsruhe. Aber wir müssen einiges noch überarbeiten."
Organisatorisch lief dafür alles perfekt. „Wir haben uns von unserer Besten Seite gezeigt, die Stimmung war fantastisch und das Wetter traumhaft. Spielerisch könnte es besser laufen, aber jetzt wird erstmal aufgearbeitet und dann sehen wir in zwei Wochen weiter." So Vorstand Kai Höpfinger. Zudem gab es im Holzhof eine kleine Premiere. Die Pforzheim Wilddogs haben bei diesem Heimspiel zum ersten Mal Pulled-Pork Sandwiches im eigens dafür angeschafften XXL-Smoker angeboten. „Der Testlauf lief gut, das Angebot kommt an. Jetzt gibt's das bei jedem Spiel." So Vorstand Kai Höpfinger.
Die Wilddogs haben jetzt erstmal ein Spielwochenende Pause bevor das zweite Heimspiel ansteht. Dann werden am 29. April die Heilbronn Miners im Holzhof erwartet.
PM/Wd

 

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