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Leserbriefe

Wie kam das einzige Museum über die DDR nach Pforzheim?

Bild: DDR-Museum auf dem Buckenberg in Pforzheim , g.r. Markus Speer)

DDR-Museum auf dem Buckenberg in Pforzheim , g.r. Markus Speer)

 Diese Frage stellen sich natürlich viele Besucher, bevor sie überhaupt die Räumlichkeiten betreten.


Das Museum kam durch Klaus Knabe nach Pforzheim. Ein ehemaliger DDR Bürger aus der Umgebung von Dresden, der 1961 mit seiner Frau aus seiner Heimat floh und mit seiner Frau zufällig in Pforzheim unterkam. 1989 nach dem Fall der Mauer überkam ihn während eines Besuches bei seiner Familie in Dresden ein Geistesblitz und er trug zusammen, was dort auf dem Kerricht der Geschichte zu landen drohte.


So entstand seine "Chaos- Sammlung", wie er sie liebevoll nannte, auf dem Dachboden seines Handwerkerhauses, zugänglich für Freunde, Vertraute und Prominente..

Auf sein unermüdliches Fragen nach Räumen für ein Museum, wurden ihm schließlich die Räume des Kindergartens der französischen Soldaten auf dem Buckenberg von OB Dr. Joachim Becker überlassen. Die Räume waren nach dem Abzug der französischen Garnison 1997 frei geworden. Nach entsprechenden Renovierungen und Umbauten konnte Klaus Knabe mit seinem Museum am 13. September 1998 den Betrieb aufnehmen.

Nach dem Tod von Klaus Knabe im Jahre 2012 wurde die Ausstellung didaktisch reduziert und in die jetzige zeitgemäße Form gebracht.

Nicht zuviel und nicht zuwenig sollte den Besuchern präsentiert werden. Die Vorzüge der Demokratie sollten am Beispiel einer Diktatur, wie in der DDR, begreifbar gemacht werden, ohne Nostalgie, ohne Klimbim.

Doch es schlummern noch viele, ja fast zu viele Exponate in den Archiven.

Seien es mehr als 4000 Bücher aus der DDR, die für wissenschaftliche Arbeiten dienen können, adressiert an Doktoranden oder Absolventen von Hochschulen und Akademien.

Seien es Relikte wie Uniformen, Orden, Büsten, als auch Objekte des täglichen Alltags.

So sind Kinderspiele, Weihnachtsbeleuchtung, Fahrzeuge, Kleidung ziviler Art und vieles mehr zu entdecken.

Die Bilder zeigen die zweite Vorsitzende, Frau Conny Burkhard Heller, Markus Speer, neben der Erstgenannten, der designierte Co-Vorsitzende.

Damit der Wert der demokratischen Errungenschaften im Vergleich mit einer Diktatur weiterhin allen Besuchern verdeutlicht werden kann, finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die die fehlenden Menschenrechte im Fokus haben.
Lbr/MS

18.02.2023

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