Rubrikübersicht | Impressum | 14. April 2024


Leserbriefe

Warnstreiks im ÖPNV werden fortgesetzt -

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Landesverkehrsgesellschaft SWEG als Streikbrecher eingesetzt

Nachdem gestern in Karlsruhe und Baden-Baden im kommunalen Nahverkehr gestreikt wurde, setzt ver.di Baden-Württemberg die Arbeitsniederlegungen heute in Stuttgart und Esslingen fort. Den Abschluss macht diese Woche Heilbronn am Freitag. In Reutlingen wird heute auch im privaten Omnibusgewerbe in der Tarifrunde betriebliche Altersvorsorge gestreikt.
Zusätzlich belastet wird der Konflikt, weil die Landesverkehrsgesellschaft SWEG in der Tarifauseinandersetzung zwischen ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband den Karlsruher Verkehrsbetrieben gestern Streikbrecher zur Verfügung gestellt hat: Konkret hat die SWEG Busse und Personal zur Verfügung gestellt.

Jan Bleckert, ver.di Verhandlungsführer: „Die Geschäftsleitung der Karlsruher Verkehrsbetriebe benutzt hier die Landesverkehrsgesellschaft, um den gewerkschaftlichen Kampf für bessere Arbeitsbedingungen im ÖPNV in Baden-Württemberg zu konterkarieren. Wir werden diesem Streikbruch nicht tatenlos zusehen. Den Arbeitgebern muss klar sein, dass sie so den rechtlichen Weg für eine Ausweitung des Streiks auf die SWEG geebnet haben."

Martin Gross, ver.di Landesbezirksleiter: „Es ist irritierend, dass ausgerechnet die Landesverkehrsgesellschaft die Streikbrecher zur Verfügung stellt. Zum einen, weil das Land Baden-Württemberg mit der ÖPNV-Strategie eine umfangreiche Mobilitätswende erreichen will, die nur mit deutlich attraktiveren Arbeitsbedingungen umgesetzt werden kann. Zum anderen, weil es Streikbruch im Auftrag des Landes Baden-Württemberg eigentlich gar nicht geben sollte und dieses Verhalten auch dem Geist des Landestariftreuegesetzes widerspricht. Land und Kommunen sollten gemeinsam die angestrebte Verdoppelung des ÖPNV bis 2030 in Angriff nehmen, anstatt Hand in Hand die notwendige Verbesserung der Arbeitsbedingungen im ÖPNV zu blockieren."

ver.di fordert in dieser Manteltarifrunde unter anderem eine volle Anrechnung der Arbeitszeiten bei Verspätungen und von bisher unbezahlten Wegezeiten im Betrieb sowie eine grundsätzliche Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit. Eine Nahverkehrszulage, die den täglichen Stress am Steuer und die Verantwortung für die Fahrgäste widerspiegelt. Ausgerechnet der Fahrdienst hat bisher keine Schichtzulage, obwohl die Beschäftigten in diesem Bereich zu unterschiedlichen und belastenden Zeiten den täglichen Dienst beginnen oder beenden. Das will ver.di ändern.

Eine dritte Runde ist für den 5. und 6. März vereinbart. Verhandelt wird wieder im SSB-Waldaupark in Stuttgart

Tarifrunde Betriebliche Altersvorsorge:
Nachdem der Arbeitgeberverband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) die Beschäftigten beim Thema betriebliche Altersvorsorge seit Monaten mit einer Hinhaltetaktik auflaufen lässt, hatte ver.di Baden-Württemberg am 7. Februar beim Reutlinger Stadtverkehr (RSV) bereits zu einem ersten Warnstreik aufgerufen. Diese Verhandlungen wurden bei der letzten Tarifrunde mit dem WBO fest vereinbart. Betroffen sind rund 9.000 Fahrerinnen und Fahrer.
PM

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