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Leserbriefe

VCD fordert zum Park(ing) Day: Rollende Riesen raus aus unseren Städten!

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Jedes Jahr am dritten Freitag im September findet der Park(ing) Day statt. Aktivist*innen machen an diesem Tag auf den enormen Flächenverbrauch durch Autos in unseren Städten aufmerksam.

Dafür werden Parkplätze für kleine Kultur-Festivals umgewidmet und mit buntem Programm und Leben befüllt. Auch der VCD beteiligt sich mit Aktionen im ganzen Land: von Saarbrücken über Dresden bis Hamburg, die größte findet mit knapp 40 besetzten Parkplätzen in Berlin statt.


Berlin, 15. September 2023. Am heutigen Park(ing) Day heißt es wieder weltweit: bunte Mini-Parks statt grauer Parkplätze. Alle Aktionen verbindet die Vision von lebenswerten Städten, in denen Menschen genug Platz haben, es mehr Parks, Spiel- und Sportplätze gibt, Bänke zum Ausruhen und Orte für Begegnung und Austausch. Kurz: Die Straße soll wieder Lebensraum sein, keine Abstellfläche für Autos. Der ökologische Verkehrsclub VCD beteiligt sich mit vielen Aktionen in ganz Deutschland, die größte findet gemeinsam mit anderen Verbänden in Berlin statt (parking-day-berlin.de). Rund um den Hackeschen Markt gibt es ab 10 Uhr auf etwa 40 Parkplätzen ein buntes Programm. Dabei fordert der VCD eine gerechtere Verteilung des öffentlichen Raums und, dass der Trend zu immer mehr rollenden Riesen in unseren Städten endlich gestoppt wird. Denn immer mehr, immer größere Autos beanspruchen den wertvollen Raum in unseren Städten.

Tanja Terruli, VCD-Projektleiterin „Straßen für Menschen", sagt: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Autos unseren Lebensraum immer stärker einschränken. Mit dem Park(ing) Day setzen wir ein Zeichen für lebenswerte Städte und geben den Menschen die Gestaltungsfreiheit zurück. Denn wir dürfen nicht vergessen: Lebenswerte Städte sind eine Frage der Prioritäten."

Mit dem Park(ing) Day stellen Aktivist*innen die Frage, was uns der öffentliche Raum wert ist und wie wir ihn nutzen wollen. SUVs nehmen beispielsweise enorm viel Fläche ein, obwohl sie im Schnitt nur 1,5 Personen befördern und 23 Stunden pro Tag ungenutzt herumstehen. Eine effiziente Nutzung des knappen Raums sähe anders aus, so Terruli: „Wir dürfen nicht unterschätzen, wie sehr die Gestaltung des öffentlichen Raums unser Verhalten beeinflusst. Je mehr Straßen und Parkplätze es gibt, desto dichter wird der Autoverkehr. Wenn gute und sichere Fuß- und Radwege dominieren, steigen mehr Menschen gerne aufs Rad oder gehen zu Fuß."

Das Projekt „Straßen für Menschen" des Verkehrsclub Deutschlands e.V. wird von PHINEO im Rahmen der Initiative Mobilitätskultur gefördert.


Mehr Infos: www.strasse-zurueckerobern.de/12qmkultur

16.09.2023

· Kritik an Stromnetzübernahme von Tennet
· Neben dem Preis ist das Angebot entscheidend: Das 49-Euro-Ticket wird nur da gekauft, wo auch im ausreichenden Maße Busse und Bahnen fahren. Das ist insbesondere im ländlichen Raum allzu oft nicht der Fall. Daher fordert das Bündnis, dass der öffentliche Nah- und Regionalverkehr in der Stadt und mehr noch auf dem Land ausgebaut und barrierefrei wird. Dafür müssen Bund und Länder stärker in die Finanzierungsverantwortung für den gesamten ÖPNV gehen. Der kommunale ÖPNV ist heute in seinem Bestand bedroht, weil die Kommunen mit der Finanzierung allein gelassen werden. Wenn der Ausbau- und Modernisierungspakt von Bund und Ländern ein leeres Versprechen bleibt, werden die steigenden Kosten für Instandhaltung, Betrieb und attraktive Arbeitsbedingungen im ÖPNV für einen Rückbau sorgen statt für einen Ausbau.
· VCD empfiehlt: Wie kluge Verkehrspolitik und Sparen vereinbar sind
· 20 Jahre Vision Zero: Immer noch zu viele Verkehrstote
· Gestaltungsmöglichkeiten für die Kommune und sichere Mobilität für alle


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