Rubrikübersicht | Impressum | 17. Juli 2024


Leserbriefe

Streik am Ostersamstag bei Galeria

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Streik am Ostersamstag - ver.di ruft Beschäftigte von Galeria an sechs Standorten in Baden-Württemberg ganztägig zur Arbeitsniederlegung auf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Galeria-Beschäftigten der Filialen in Mannheim, Heidelberg (Hauptstraße), Heilbronn, Stuttgart (Königstraße und Eberhardstraße) und Esslingen am heutigen Ostersamstag zum ganztägigen Warnstreik auf. Die Beschäftigten wollen den Druck in den feststeckenden Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 17.000 Beschäftigten der Warenhauskette erhöhen.

In den seit Februar andauernden Verhandlungen fordert ver.di unter anderem die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels sowie den Insolvenzschutz für Zeitgutschriften und Zahlungsansprüche, die nicht mit der monatlichen Vergütung fällig sind. „Die Belegschaften stecken seit vielen Jahren Geld in die Sanierung des Unternehmens und verzichten auf bis zu 5.500 Euro jedes Jahr", sagt Wolfgang Krüger, der Landesfachbereichsleiter Handel von ver.di-Baden-Württemberg. „Die Wut und Enttäuschung der Kolleg*innen sind sehr groß. Dass die Arbeitgeber jetzt erneut Lohnverzicht fordern, bringt die Beschäftigten von Galeria auf die Straße."

Das Management hatte bei den letzten Tarifgesprächen eine Rückkehr zum Flächentarifvertrag kategorisch ausgeschlossen und eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten gefordert. „Unsere Antwort auf diese unverschämten Pläne sind erste regionale Warnstreiks", so Krüger weiter.

ver.di ruft die Beschäftigten an diesem Samstag in mehreren Bundesländern zum Streik auf. „Wie groß die Wut bei den Kolleg*innen ist, zeigt, dass sowohl Häuser, die erhalten bleiben, als auch Häuser, die geschlossen werden sollen, bestreikt werden. Aber es gibt verständlicherweise auch Ängste bei den Kolleginnen und Kollegen", sagt Krüger.

„Für abhängig Beschäftigte, die sonst kaum eine Möglichkeit zur Durchsetzung ihrer Interessen haben, ist Streik das letzte Mittel. Dass Belegschaften für ihre eigenen Interessen kämpfen dürfen, ist überdies ein Grundrecht. Dieses wird heute wahrgenommen", so Wolfgang Krüger.

Die Tarifverhandlungen sollen Ende April wieder aufgenommen werden.
PM/Ver.di

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