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Leserbriefe

Rund 1.000 beim landesweiten Warnstreik im privaten Omnibusgewerbe

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Am heutigen ersten landesweiten Warnstreik in der Tarifrunde im privaten Omnibusgewerbe für Baden-Württemberg haben rund 1.000 Beschäftigte bei knapp 30 Betrieben ganztägig die Arbeit niedergelegt.

Betroffen sind unter anderem die Stadtverkehre in Schwäbisch Hall, in Reutlingen, Göppingen, Waiblingen, Ludwigsburg, Backnang, Bietigheim-Bissingen und teilweise in Karlsruhe, Geislingen, Böblingen, Neckarsulm und Plochingen. Außerdem der Stadtverkehr in Tübingen sowie auch der Überlandverkehr im Großraum Stuttgart, im Großraum Karlsruhe, im Raum Schwäbisch Hall und im Raum Reutlingen/Tübingen. In den meisten bestreikten Unternehmen findet heute kein Linienbetrieb statt.

Jan Bleckert, ver.di Verhandlungsführer: „Wir kämpfen gegen eine Gerechtigkeitslücke und gegen eine Fachkräftelücke. Schon jetzt verdienen Fahrerinnen und Fahrer im privaten Omnibusgewerbe rund zehn Prozent weniger als ihre kommunalen Kollegen. Mit dem Angebot der Arbeitgeber würde sich diese Lücke um weitere drei Prozent vergrößern. Das ist ungerecht, aber auch zum Nachteil der Firmen im Ringen um Nachwuchs. Höhere Löhne sind eine Win-Win-Situation für Beschäftigte und Arbeitgeber."

Die Arbeitgeber wollen die Gehälter bei einer Laufzeit von 24 Monaten insgesamt nur um 8,5 Prozent erhöhen. Zusätzlich soll es eine Inflationsprämie von insgesamt 3.000 Euro geben. Die Tarifkommission von ver.di hatte dies als „unzureichend" abgelehnt.

ver.di fordert eine Erhöhung des monatlichen Entgelts um mindestens 500 Euro sowie der Auszubildendenvergütungen von mindestens 250 Euro im Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Friedenspflicht endete am 30. April. Eine dritte Verhandlungsrunde ist für den 20. Mai verabredet.
PM/Ver.di

17.05.2023

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