Rubrikübersicht | Impressum | 28. Mai 2024


Leserbriefe

Klimaprotest in Straßburg für das Nature Restoration Law

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Am heutigen Dienstag demonstrierten junge Klimaaktivist*innen aus unter anderem Frankreich, Deutschland, Polen und Schweden - dabei auch Aktivistin Greta Thunberg - vor dem EU-Parlament in Straßburg, um auf die anstehende Abstimmung über das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law) aufmerksam zu machen. Sie forderten die Abgeordneten auf, am Mittwoch, den 12. Juli, für das Gesetz und ambitionierte Änderungsanträge zu stimmen.

"Mit ihrer Blockade des Renaturierungsgesetzes setzt die EVP den Green Deal sowie die Einhaltung der Klimaziele aufs Spiel und stürzt junge und kommende Generationen in humanitäre Katastrophen. Bereits jetzt versiegt zeitweise das Trinkwasser in Teilen Südeuropas. Ohne Renaturierung von Flächen und nachhaltige Landwirtschaft werden solche Szenarien zum neuen Normal, denn ohne Natur kein Wasser, keine Nahrungsmittel, kein Leben.", so Ronja Hofmann, Sprecherin von Fridays for Future.

Mehr als 80 Prozent der Lebensräume in der EU befinden sich aktuell in einem schlechten Zustand. Die Renaturierung degradierter Ökosysteme ist jedoch unerlässlich, um Kohlenstoff zu speichern, gegenüber Extremwettern widerstandsfähig zu sein und das Massenaussterben von Tier- und Pflanzenarten einzudämmen. Dennoch hatten konservative EU-Abgeordnete unter Manfred Webers (CSU) EVP mit Unterstützung einiger Liberaler in den letzten Wochen und Monaten eine von der Agrarlobby unterstützte Desinformationskampagne gestartet, um die Verpflichtungen zur Wiederherstellung der Natur in Europa zu verzögern, zu verhindern und zu schwächen. Die Klimaaktivist*innen ordnen dies als kalkulierte Stimmungsmache gegen den Green Deal angesichts der anstehenden EU-Wahl 2024 ein. Mehr als 6000 Wissenschafter*innen hatten sich zuletzt für das Nature Restoration Law ausgesprochen.

"Stabile Ökosysteme gehen alle etwas an, doch gerade unsere Lebensmittelproduktion hängt entscheidend von Biodiversität ab. Wir brauchen die Wiederherstellung und Bewahrung von Naturräumen, als Gesellschaft, und für uns Bäuer:innen. Doch aktuell droht das ökologische Herzstück des Green Deals an machtpolitischen Eigeninteressen der Europäischen Volkspartei zu scheitern." ergänzt Tobias Schied, Junglandwirt und Klimaaktivist bei Fridays for Future, vor Ort in Straßburg.
PM/FFF

11.07.2023

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