Rubrikübersicht | Impressum | 07. Februar 2023


Leserbriefe

Die Klimaliste Deutschland fordert einen sofortigen Räumungsstopp für Lützerath

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Die Räumung in Lützerath ist in vollem Gang.

Die Bundesparteivorsitzende der Klimaliste Deutschland,
Nicolin Gabrysch, dazu: "Der Bundesvorstand der Klimaliste kritisiert das Vorgehen von RWE, Regie-
rung und Polizei auf das Schärfste. Uns erreichen Berichte und Videos aus erster Hand, die deutlich
zeigen dass die Einsatzkräfte mit brachialer Gewalt vorgehen. Wir fordern ein sofortiges Räumungs-
moratorium für Lützerath. Diese unverhältnismäßige Gewalt seitens Polizei muss umgehend beendet
werden."
Bereits nach wenigen Tagen häufen sich die dokumentierten Vorfälle. Bei friedlichen, nicht-eskalativen
Sitzblockaden kommt es zum Einsatz von Schmerzgriffen und Pfefferspray, Menschen werden von
Polizist:innen auf den Kopf geschlagen und gegen Hindernisse gedrängt, und die Polizei bringt Men-
schen in Gefahr indem sie gewaltsam an besetzten Tripods und Seilstrukturen zerrt. „Das dokumen-
tierte Verhalten der Einsatzkräfte ist weder verantwortungsvoll noch de-eskalierend, sondern
gefährdet unnötig die friedlich protestierenden Menschen.", sagt Gabrysch und fragt sich besorgt
„Was passiert dann wohl in den Momenten, in denen der Presse der Zutritt verweigert wird?"
Tatsächlich sind zahlreiche Pressevertreter:innen vor Ort, werden aber zunehmend an freier Bericht-
erstattung durch die Polizei gehindert. „Neutrale Beobachter:innen werden vom dokumentieren und
damit vom Bezeugen des Vorgehens der Einsatzkräfte abgehalten. Und die Polizei verhindert die
Versorgung der Menschen in den Blockaden! Andere Menschen im Ort dürfen weder Wasser noch
Essen bringen, und sogar die medizinische Versorgung durch die Sanitäter:innen aus Lützerath wird
verhindert. Die Sanitäter:innen mussten gegen ihren Willen den Ort verlassen. Das ist skandalös
und unmenschlich und absolut unverhältnismäßig.", berichtet Gabrysch.
Die Klimaliste appelliert an die Regierung, umgehend die Räumung zu stoppen. „Es kann nicht sein,
dass diejenigen, die sich hier grade für die Gesundheit und Zukunft aller Menschen auf diesem Plane-
ten einsetzen, dafür mit körperlichen und seelischen Schäden bezahlen müssen, während diejenigen die unser Aller Gesundheit und Zukunft zerstören, noch davon profitieren.", kritisiert Gabrysch. Sie ergänzt: „Es geht hier in Lützerath bei Weiten nicht nur um den Ort und die rund 1.500 Menschen, die sich hier einem der weltweit größten CO2-Emmittenten in den Weg stellen. Es geht darum der Welt
klarzumachen, dass es kein Weiterso geben darf, wenn wir auf diesem Planeten überleben wollen."
Gabrysch endet mit einem Aufruf: „Wir müssen den fossilen Wahnsinn hier und jetzt beenden! Es ist
wichtiger denn je, dass Alle die das begriffen haben nach Lützerath oder ins Support Camp nach Key-
enberg kommen - lasst uns bei der Großdemonstration am 14.1. Alle zusammenkommen und der
Regierung zeigen, dass wir ein Weiterso nicht länger akzeptieren." Die Klimaliste steht solidarisch hin-
ter den mutigen und tapferen Menschen vor Ort.
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