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Leserbriefe

92,1 Prozent für Tarifabschluss im privaten Omnibusgewerbe

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Bei der Befragung zum Tarifergebnis im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg haben 92,1 Prozent der ver.di Mitglieder für Annahme gestimmt.
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Damit ist die Tarifrunde mit dem Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) endgültig abgeschlossen. Die Einigung vom 30. Mai 2023 sieht tabellenwirksame Entgeltsteigerungen von insgesamt 14 Prozent bei einer Laufzeit von 20 Monaten für die rund 9.000 Busfahrer:innen und Beschäftigten in Werkstätten vor. ver.di hatte in den vergangenen Wochen mehrfach in rund 30 Betrieben zu Warnstreiks aufgerufen, um in dieser Tarifrunde die Schere bei den Gehältern zum kommunalen ÖPNV weiter zu schließen.

Jan Bleckert, ver.di Verhandlungsführer: „Mit großem Zusammenhalt haben sich die Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe dieses Ergebnis in den letzten Wochen erkämpft. Geschlossen haben wir diese Tarifrunde jetzt auch beendet. Mit dem Ja von über 92 Prozent der Mitglieder zum Abschluss gibt es noch diesen Monat sieben Prozent mehr auf die Tabelle. Weitere sieben Prozent folgen schon in acht Monaten."

Das Tarifergebnis sieht für die Auszubildenden eine Steigerung im ersten Lehrjahr um knapp 150 Euro, im zweiten Lehrjahr um ca. 160 Euro und im dritten Lehrjahr um 175 Euro auf dann 1350 Euro vor. Die Laufzeit beträgt 20 Monate bis 31.12.2024.

Für einzelne Beschäftigte bedeutet der Abschluss:
Für die Busfahrer:innen im Einstieg in der ersten Erhöhung 202 Euro mehr monatlich, mit der zweiten Erhöhung (in 8 Monaten) um weitere 224 Euro, entspricht zusammen 426 Euro.
Für die Berufskraftfahrer:innen (Erfahrene Busfahrer:innen) bedeutet das mit der ersten Erhöhung 221 Euro monatlich und bei der zweiten Erhöhung 237 Euro, entspricht 458Euro.
Für den Spezialhandwerker bedeutet das mit der ersten Erhöhung 251Euro monatlich und bei der zweiten Erhöhung 269 Euro, entspricht 520 Euro mehr.

Der Einigung vorangegangen waren in den vergangenen Wochen mehrere Warnstreiks in rund 30 Betriebe, unter anderem bei den Stadtverkehren in Schwäbisch Hall, in Reutlingen, Göppingen, Waiblingen, Ludwigsburg, Backnang, Bietigheim-Bissingen, Stadtverkehr Heidenheim und teilweise in Karlsruhe, Geislingen, Böblingen, Neckarsulm, im Raum Müllheim und Plochingen. Außerdem im Stadtverkehr in Tübingen sowie auch im Überlandverkehr im Großraum Stuttgart, im Großraum Karlsruhe, im Raum Schwäbisch Hall und im Raum Reutlingen/Tübingen.
PM/IGM

07.06.2023

· Kritik an Stromnetzübernahme von Tennet
· Neben dem Preis ist das Angebot entscheidend: Das 49-Euro-Ticket wird nur da gekauft, wo auch im ausreichenden Maße Busse und Bahnen fahren. Das ist insbesondere im ländlichen Raum allzu oft nicht der Fall. Daher fordert das Bündnis, dass der öffentliche Nah- und Regionalverkehr in der Stadt und mehr noch auf dem Land ausgebaut und barrierefrei wird. Dafür müssen Bund und Länder stärker in die Finanzierungsverantwortung für den gesamten ÖPNV gehen. Der kommunale ÖPNV ist heute in seinem Bestand bedroht, weil die Kommunen mit der Finanzierung allein gelassen werden. Wenn der Ausbau- und Modernisierungspakt von Bund und Ländern ein leeres Versprechen bleibt, werden die steigenden Kosten für Instandhaltung, Betrieb und attraktive Arbeitsbedingungen im ÖPNV für einen Rückbau sorgen statt für einen Ausbau.
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