Rubrikübersicht | Impressum | 22. Juni 2024


Leserbriefe

Fridays for Future spricht auf Hauptversammlungen großer Konzerne

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In den nächsten Monaten sprechen Aktivist*innen von Fridays for Future auf den Hauptversammlungen zahlreicher Konzerne.

Die Bewegung fordert von Unternehmen wie RWE, Uniper und Deutsche Bank konkrete Pläne zur Emissionsreduktion und ein Ende des Greenwashings. Neben Reden auf den Versammlungen wird die Bewegung auch vielerorts begleitende Aktionen in der Nähe der Versammlungen durchführen, so etwa in Berlin zur VW-Aktionärsversammlung.

"100 Konzerne verursachen insgesamt 71% der weltweiten Emissionen. Noch immer stellen viele große Unternehmen Profite über Klimaschutz und setzen ihren zerstörerischen Kurs fort. Im alles entscheidenden Jahrzehnt können wir uns keine weitere Verzögerung durch leere Versprechen und Greenwashing leisten - damit konfrontieren wir die Vorstände und Aktionär*innen auf ihren Hauptversammlungen", kommentiert Pauline Brünger, die heute auf der RWE Hauptversammlung sprechen wird, die Pläne.

Die Klimabewegung fordert von den Großkonzernen belastbare Pläne für den Ausstieg aus der Finanzierung, Versicherung und Durchführung von Projekten, die die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze gefährden. Im Rahmen dessen brauche rasche Maßnahmen für reale Emissionsreduktion statt, etwa Ausgleichszahlungen, ohne den CO2-Ausstoß zu senken. Weiterhin fordert Fridays for Future vollkommene Transparenz darüber, bei welchen Tätigkeiten der Konzerne welche Emissionsmengen entstehen und wie diese reduziert werden sollen.

"In einer eskalierenden Klimakrise ist 'business as usual' schlicht nicht mehr möglich. Unternehmen und Konzerne nehmen hier eine Schlüsselfunktion ein, um den so dringend notwendigen, sozial gerechten Strukturwandel endlich schnell und flächendeckend umzusetzen. Jetzt können wir die Veränderung noch selbst gestalten; je länger wir warten, desto weniger Handlungsspielräume haben wir. Das werden wir den Aktionär*innen klar machen", sagt Annika Rittmann, die auf einigen Versammlungen sprechen wird.

Nachfolgend finden Sie eine Liste aller Hauptversammlungen, bei denen Aktivist*innen von Fridays for Future das Business-as-usual durch Redebeiträge unterbrechen werden:

Bayer

Hannover Rück SE

Allianz SE

RWE AG

Münchener Rück AG

Deutsche Lufthansa AG

Volkswagen AG

BMW AG

HeidelbergCement AG (Heidelberg Materials)

Deutsche Bank AG

E.ON SE

Uniper SE

Commerzbank AG

Daimler Truck AG

HHLA AG

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PM/FFF

04.05.2023

· Kritik an Stromnetzübernahme von Tennet
· Neben dem Preis ist das Angebot entscheidend: Das 49-Euro-Ticket wird nur da gekauft, wo auch im ausreichenden Maße Busse und Bahnen fahren. Das ist insbesondere im ländlichen Raum allzu oft nicht der Fall. Daher fordert das Bündnis, dass der öffentliche Nah- und Regionalverkehr in der Stadt und mehr noch auf dem Land ausgebaut und barrierefrei wird. Dafür müssen Bund und Länder stärker in die Finanzierungsverantwortung für den gesamten ÖPNV gehen. Der kommunale ÖPNV ist heute in seinem Bestand bedroht, weil die Kommunen mit der Finanzierung allein gelassen werden. Wenn der Ausbau- und Modernisierungspakt von Bund und Ländern ein leeres Versprechen bleibt, werden die steigenden Kosten für Instandhaltung, Betrieb und attraktive Arbeitsbedingungen im ÖPNV für einen Rückbau sorgen statt für einen Ausbau.
· VCD empfiehlt: Wie kluge Verkehrspolitik und Sparen vereinbar sind
· 20 Jahre Vision Zero: Immer noch zu viele Verkehrstote
· Gestaltungsmöglichkeiten für die Kommune und sichere Mobilität für alle


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