Rubrikübersicht | Impressum | 22. Juni 2024


Leserbriefe

Über 7.000 Streikende im Land beim bundesweiten Verkehrsstreik

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Allein im Bereich von ver.di haben sich in Baden-Württemberg heute über 7.000 Beschäftigte an den ganztägigen Arbeitsniederlegungen auf der Straße, am Boden, in der Luft und auf dem Wasser beteiligt.

In den acht bestreikten Städten mit kommunalem Nahverkehr fahren seit heute früh keine Busse und Bahnen (Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe, Baden-Baden, Mannheim, Heilbronn, Ulm und Esslingen). Am Flughafen Stuttgart ist der Luftverkehr eingestellt, am Baden-Airpark kommt es wegen des kurzfristig anberaumten Warnstreiks der Sicherheitskräfte zu erheblichen Verzögerungen. Mehrere Schleusen am Neckar sind zu. Außerdem wird auch bei der Autobahn GmbH gestreikt. In Baden-Württemberg hat allein ver.di in insgesamt acht Tarifrunden zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Mit der EVG, die im Fern- und Regionalverkehr auf der Schiene zum Warnstreik aufgerufen hat, fanden in Karlsruhe, Freiburg und Ulm gemeinsame Kundgebungen statt. Weitere ver.di Kundgebungen waren in Heidelberg und am
Flughafen Stuttgart.

Maike Schollenberger, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin, sagte auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit DGB und EVG: „Der heutige kraftvolle Streiktag hat vor allem ein Ziel: die öffentlichen Arbeitgeber noch rechtzeitig wachzurütteln, um einen wochen- oder gar monatelangen Tarifkonflikt zu vermeiden. Wir wollen in Potsdam ein gutes und faires Ergebnis erreichen. Dazu müssen Bund und Kommunen das bisherige Angebot massiv verbessern und vor allem die soziale Struktur um 180 Grad drehen. Wir gehen in die dritte Verhandlungsrunde mit dem Rückhalt einer beispiellosen Streikbewegung und dem Wissen, dass die Haushaltssituation der Kommunen besser ist als die ihrer Beschäftigten."
PM

27.03.2023

· Kritik an Stromnetzübernahme von Tennet
· Neben dem Preis ist das Angebot entscheidend: Das 49-Euro-Ticket wird nur da gekauft, wo auch im ausreichenden Maße Busse und Bahnen fahren. Das ist insbesondere im ländlichen Raum allzu oft nicht der Fall. Daher fordert das Bündnis, dass der öffentliche Nah- und Regionalverkehr in der Stadt und mehr noch auf dem Land ausgebaut und barrierefrei wird. Dafür müssen Bund und Länder stärker in die Finanzierungsverantwortung für den gesamten ÖPNV gehen. Der kommunale ÖPNV ist heute in seinem Bestand bedroht, weil die Kommunen mit der Finanzierung allein gelassen werden. Wenn der Ausbau- und Modernisierungspakt von Bund und Ländern ein leeres Versprechen bleibt, werden die steigenden Kosten für Instandhaltung, Betrieb und attraktive Arbeitsbedingungen im ÖPNV für einen Rückbau sorgen statt für einen Ausbau.
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