Rubrikübersicht | Impressum | 05. März 2024


Demokratie und Aktion

Wo man Bücher verbrennt man auch Menschen (Heinrich Heine)

Bild: v.l.: Gerhard Brändle, Brigtte Brändle

v.l.: Gerhard Brändle, Brigtte Brändle


Bei einem interessanten geschichtlichen Vortrag zur Bücherverbrennung durch die Nazis 1933 vor ca. 40 Besuchern durch das engagierte Ehepaares Brigitte und Gerhard Brä#ndle im Kommunalen Kino wurde auch die Situation in Pforzheim damals beleuchtet.

 


 

Ähnlich wie in den Universitätsstädten holten überzeugte Mitglieder der NSDAP-Organisationen HJ (Hitlerjugend), BDM (Bund Deutscher Mädel) sowie vom Jungvolk indizierte Bücher aus der Volksbücherei ab, um sie auf einem Scheiterhaufen auf dem Marktplatz zu verbrenne. Darunter Bücher u.a. von Erich Kästner (Emil und die Detektive), Erich Marie Remarque (Im Westen nichts Neues), ; Jack London, (Lockruf des Goldes), Heinrich Mann , (Der Untertan), Upton Sinclair (Utopia), Frank Wedekind, Arnold Zweig, insgeamt mehr als tausend Bücher unter Bezeichnung „Schmutz+Schund" wurden dem lodernden Feuer übergeben., vor taiusenden von Schaulustigen. Auch Bücher aus Gewerkschaftsbüchereien wurden beschlagnahmt und verbrannt. Zum Schluß sang die Menge „nun danket alle Gott" und danach ein dreifaches „Sieg Heil"..
Zuvor hatte die NSDAP nach der Machtergreifung die Presse, Meinungs und Vereinsfreiheit aufgehoben, um auch Aktionen wie diese zu ermöglichen. Weiter wurden im Vortrag Fotis von Vernichtungsansatlten der Nazis gezeigt, os von der Tötungsanstalt Hadamar, Buchenwald oder Grafeneck , wo u.a. auch behinderte Menschen aus Pforzheim umgebracht wurden. Da öffentliche Hinweise darauf bis heute in der Innenstadt fehlen, wurde anegregt, in einer Art Petition an OB Peter Boch eine Stelle ähnlich wie in der Bahnhofstrase zu schaffen., Zuhörer konnten sich dazu in einer Liste eintragen als Unterstützer dieses Antrags. Auch dias leidige Thema Emil-Strauss-Strasse wurde erneut erwähnt, bekanntlich lehnt die Stadt ja einen Antag zur Umbenennung der kleinen Strasse permanent ab. Emil Strauß war ein bekannter, NS-naher Schriftsteller („Der nackte Mann)", vermutlich hat man hier wenige „Persönlichkeiten" wie ihn und will deshalb nicht auf ihn verzichten? Ob die Brandmauer gegen Rechts diesesmal halten wird, fragte eine Zuhörerrin angesichts der erschreckend steigenden Wahlergebnise rechtsetremer Parteien vor allem im Osten?

19.06.2023

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