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16. Mai 2022

Demokratie und Aktion

VVN-Veranstaltung am Totensonntag in Pforzheim

Bild: Janka Kluge vor dem Mahnmal für die Opfer des Fachismus am 22.11. 2015

Bereits traditionell ist die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus am Totensonntag am Mahnmal auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof.


Eingeladen dazu hatte wiederum die Vereinigung der Verfolgten des Nationalsozialismus kurz VVN genannt. Dazu sprach Janka Kluge vom VVN Baden-Württemberg zu den leider diesesmal nur wenigen Teilnehmern.
Frau Kluge erläuterte die negative Entwicklung des NS-Regimes in der Goldstadt vor Ausbruch des 2. Weltkrieges die mit der Bombardierung Gernikas einen traurigen Anfang nahm. Auch die Verfolgung von Kommunisten in den dreissiger Jahren hier und die frühe Deportation von Pforzheimer Juden nach Gurs in Frankreich waren solche dunkle Flecken . In dem Lager Gurs herrschten unbeschreibliche hygienische Zustände , alles war dreckig, dunkel und hoffnungslos. Von den Pforzheimer Juden, die anschliessend von Gurs in das Konzentrationslager Ausschwitz deportiert wurden überlebte nur ein einziger. Nachdem Kriegsbeginn wurde auch in Pforzheim die Industrie auf Krieg umgestellt, die Feinmechanik produzierte Bombenteile für die Rüstung. Nach der Bombardierung von Pforzheim am 23.2. 1945 war der Krieg hier jedoch noch nicht zu Ende. Die Nazis hatten vor dem Einmarsch der Franzosen alle Brücken bis auf die Würmbrücke sprengen lassen. Trotz der grossen Zerstörung der Stadt wurde Pforzheim vom Gauleiter Robert Wagner zum "festen Platz" erklärt, also zur Festung ausgerufen. Die französische Armee forderte die Wehrmachsteile auf, die sinnlose Verteidigung der Stadt aufzugeben, ohne Erfolg. Nach tagelangen schweren Kämpfen mit entsprechenden weiteren Zerstörungen setzten sich der Stadtkommendant Hans Knab und sein Stab mit einem grossen Vorrat an beschlagnahmten Lebensmitteln Richtung Bayern ab und überliessen die Stadt ihrem Schicksal.
Es ist also nich wahr, so Janka Kluge, dass nur die Bombenangriffe allein Schuld an der Zerstörung der Stadt hatten, es war auch die Wehrmacht maßgeblich beteiligt.
Für den VVN gilt seither die Losung "Nie wieder Krieg- nie wieder Faschismus!.
Zu den mörderischen Anschlägen in Paris letzte Woche sagte Janka Kluge, dass es sich dabei um Aktionen von kriminellen Terroristen gehandelthätte. Auch die Federation International Resistance (F.I.R.), Vereinigung der Widerstandskämpfer des letzten Krieges, der auch die VVN angehört, hatte sich zuvor ähnlich geäußert. Wenn wiederum nun Politiker von Krieg reden würden , sei das mehr als bedenklich.
Es folgte eine Schweigeminute für die Opfer des Faschismus und der
Anschläge von Paris.
Christoph Grosse von der Initiative gegen Rechts (IGR) sagte abschliessend, das die IgR sich an den Feierlichkeiten zum 250-jährigen Jubilaum der
Schmuckindustrie mit einer eigenen Ausstellung beteiligen wird. Im Jahr
1942 hatten sich Pforzheimer Industrielle mit dem beauftragten Wirtschaftsreferenten Landfried aus Berlin getroffen. Hintergrund des
Gespraches sei die Umstellung der Traditionsindustrie auf Kriegsproduktion gewesen, was in der Ausstellung dargestellt werden soll,

 

 P.S: Im Gegensatz zu 2014 hatte die Stadtverwaltung diesesmal keinen

Kranz am Mahnmal niedergelegt, Absicht oder Versäumnis? 

22.11.2015

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