Rubrikübersicht | Impressum | 06. Oktober 2022


Demokratie und Aktion

Trotz Verbot durch die Stadt Pforzheim findet Fackelmahnwache des FDH 2020 wiederum statt

Bild: Kundgebung auf der Bühne beim Neuen Rathaus in Pforzheim..

Kundgebung auf der Bühne beim Neuen Rathaus in Pforzheim..

Es wäre auch zu schön gewesen,

denn nachdem die Stadt Pforzheim unter OB Peter Boch die umstrittene Fackelmahnwache des rechtsextremen FHD u.a. wegen der Tragödie mit 10 Toten in Hanau zunächst verboten hatte, lehnten sowohl das Verwaltungsgericht Karlsruhe und der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim den Verbotsantrag der Stadt im Eilverfahren ab.
So blieb alles beim alten, die Gegendemo der IgR startete wiederum am Platz der Synagoge, wo u.a. Hans Mann (IgR) einen erschütternden Bericht eines Zeitzeugen verlas, der von Pforzheim nach Holland flüchten musste. Von dort kamen er und seine Mutter ins KZ Westerbork, später ins KZ Bergen-Belsen (wo auch Anne Frank verstarb). Kurz nach der Befreiung starb auch seine Mutter aufgrund der Leiden im KZ, er wanderte in die USA aus, wo er seinen Namen veränderte in Fred (Werner) Aschner. Im Zuge der Stolpersteinaktion kam Herr Aschner dann nach Zögern noch nach Pforzheim wieder zur Stolpersteinverlegung zurück. Vom Platz der Synagoge zog der Demzug mit dem Funmog der IG-Metalljugend zum Leopoldplatz, weiter zum Marktplatz, wo auf der offiziellen Bühne verschiedene Redner, u.a von SPD, Linken, WiP, VOLT, sprachen und gegen Rassismus, und Faschismus sich aussprachen. Allgemein wurde die richterliche Entscheidung zum Verbotsantrag bedauert.
Anwesend war auch Politprominenz wie der ehemalige Bundestagsabgeordnete der Grünen, Mehmet Kilic („bin bereits im Wahlkampf") und die grüne MdL Stefanie Seemann sowie zahlreiche Stadträte von SPD, Grünen, der Linken und WiP
Unter Rufen wie "Hoch die internationale Solidarität" oder "Alerta, alerta, Nazis von der Strasse jagen", zog der Demzug mit rund 500 Menschen dann vom Marktplatz zum Hauptbahnhof, wo man sich der Demo der Antifa anschloss. Rund 1000 Menschen müssen es gewesen sein, die dann bei regnerischem Wetter zum Wartberg zogen. Wo es allerdings dann nicht ganz "störungsfrei" abging, die Polizei hatte auch die Barrieren vor dem Wartbergplateau weiter vorverlegt.. Ein "Höhenfeuerwerk," dass in der ganzen Stadt zu hören war, wurde abgebrannt, es wurde auch Pfefferspray ein-
gesetzt, ein Hubschrauber flog über dem Wartberg und es gab wohl auch kleinere Rangeleien mit der Polizei. Auch auf dem Hauptfriedhof fand die alljährliche Trauerfeier unter OB Peter Boch statt, der auch für die Entscheidung, die Fackelmahnwache zu verbieten, viel Lob erhielt.(Ein richtiger Schritt, auch wenn der Verbotsantrag vor Gericht dann leider scheiterte) Auf dem Marktplatz fand wiederum das Lichtermeer bei regnerischem Wetter statt, wo auch Ansprachen auf der Bühne u.a. von OB Peter Boch gehalten wurden.

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