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Demokratie und Aktion

Pforzheimer Religionsgemeinschaften vereint bei Solidaritätsgottedienst in der Synagoge

Bild: Foto v.l.: Rami Suliman, Christiane Quincke, Andrew Hilkowitz

Foto v.l.: Rami Suliman, Christiane Quincke, Andrew Hilkowitz

03.11.2018Gebetsgottesidenst zun Attentat von Pittsburgh:

Der brutale und menschenverachtende Angriff eines weissen Antisemiten hat letzte Woche elf Menschen das Leben gekostet, die sich einer Synagoge in Pittsburgh/USA versammelt hatten um zu beten.

Daran erinnerte ein gemeinsamer Gottesdienst in der Pforzheimer Synagoge am Freitagabend, also am Sabbat, der Juden. Rami Suliman sprach eingangs einige Worte an die Anwesenden, darunter war u.a. auch Dekanin Christiane Quincke von der evangelischen Kirche. Aufgrund der kurzfristigen Einladung war vermutlich niemand von der moslemischen Gemeinde gekommen wurde gemutmaßt? Noch fühlen sich die Juden sicher, meinte er, angesichts der Tragödie von Pittsburgh, aber Vorfälle wie der Angriff mutmasslicher Rechtsextremer auf ein jüdisches Lokal in Chemnitz geben Anlaß zur Sorge. Wenn bei uns so etwas passieren würde, kann viel passieren, das würde Wellen schlagen, deshalb war auch Polizei vor der Synagoge zu sehen..Er wies auch daraufhin, dass Moslems nach dem Anschlag in Pittsburgh viele tausend Dollar gesammelt hatten, um den Hinterbliebenen zu helfen, also ein Akt der Solidarität - mit Andergläubigen. Er habe selbst zwei Neffen in Pittsburgh, zum Glück waren die zwei bei dem Anschlag nicht anwesend.

Auch Christiane Quincke die als Vertreterin der evangelischen Kirche und vom Rat der Religionen zu den Anwesenden sprach, meinte, es sei ihr ein besonderes Anliegen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Auch sie wies auf den jüngste Attacke gegen Juden in Chemnitz hin, sie verlaß  einen Aufruf vom Rat der Religionen (siehe auch Artikel in der Rubrik Leserbriefe). Wenn eine Gruppierung von uns angegriffen wird, fühlen wir uns für diese mitverantwortlich, so ihr Appell. In Gottesdiensten soll am kommenden Sonntag in den evangelischen Gemeinden gebetet werden, für die Opfer von Pittsburgh. Wir müssen alles tun, damit sich Pittsburgh nicht wiederholt..

Rabbiner Michael Bar Lev von der jüdischen Gemeinde sagte in seiner Ansprache, das der Haß auf die Juden sehr alt sei, wie die Geschichte vom Bruderzwist zwischen Kain und Abel, es gab schon in frühbiblischer Zeit diesen Haß auf die Juden. (Damals gab es noch keinen Islam). Das biblische Land um Jerusalem war einst schon jüdisches Siedlungsgebiet. Wir sind alle Brüder! Aber: Haß ist da! Die Juden in Pittsburgh sind ja immer noch da, trotz der Tragödie, es bleibt die Hoffnung, dass Friede sein wird, das liegt auch an den drei Hauptreligionen auf der Welt. Im Anschluß folgte noch ein Gebet für die getöteten Juden auf hebräisch.

03.11.2018

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