Rubrikübersicht | Impressum | 06. Oktober 2022


Demokratie und Aktion

Pforzheimer Bündnis fordert vor dem Rathaus Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria

Bild: Dekanin Christiane Quincke unterstützt die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria..

Dekanin Christiane Quincke unterstützt die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria..

Unter Federführung der Flüchtlingsrettungsinitiative Seebrücke fand am Abend des 20.09. 20 auf dem Marktplatz vor dem Pforzheimer Rathaus eine Kundgebung zur weiteren Aufnahme von Flüchtlingen statt. Aufgerufen hatten dazu u.a. die Seebrücke, Linke, Grüne, SPD, WiP sowie die beiden christlichen Kirchen. Stadtrat Christof Weisenbacher (WIP) eröffnete die Rednerliste und verwies auf einen interfraktionellen Antrag an den Pforzheimer OB Peter Boch, Flüchtlinge aus dem abgebrannten Lager in Griechenland aufzunehmen. Dazu hatten die Veranstalter achtzig weisse Plastikstühle auf den Marktplatz aufgestellt, für 80 Flüchtlinge, die Pforzheim aufnehmen soll. (OB Boch hatte die Aufnahme zuvor strikt abgelehnt). Weitere Vertreter wie z.B. Jonathan Trapp von der IG Metall, der sich als überzeugten Europäer bezeichneten, unterstützten auch die Forderung , Pforzheim als sicheren Hafen zu erklären; wie andere deutsche Städte es bereits getan haben..
Der Vertreter der Linksjugend Solid erklärte, "dass Pforzheim zwar rund 1 Million Euro für die eher zweifelhafte Initiative Smart City ausgeben will, hier aber für die notleidenden Flüchtlinge, die beim Brand alles verloren haben, kein Geld bereitstellt." Auch Dekanin Christiane Quincke als Vertreterin der evangelischen Kirche forderte aus humanitären und christlichen Gründen die Aufnahme von Flüchtlingen, auch mit dem biblischen Gleichnis von Jesus nach Ägypten.. Und sagte noch zur Aufnahme der Flüchtlinge „es ist eine Schande - wir haben Platz"!
Pastoralreferent Markus Schütz von der katholischen Kirche, las aus einer päpstlichen Enzyklika zum Weltflüchtlingstag am 27. 09. 20 vor, mit der die Kirche sich auch für humane Behandlung von Flüchtlingen ausgesprochen hat. Ein negativer Vorfall war der Auftritt einiger Rechtsextremer, u.a. vom FHD (Freundeskreis Ein Herz für Deutschland", die seit rund 25 Jahren jedes Jahr am 23.02. 20 auf dem Wartberg ihre umstrittene und bekämpfte Fackelmahnwache durchführen dürfen:
Das Trio trug rote T-Shirts, hinten mit der sinngemäßen Forderung, Flüchtlinge nicht aufzunehmen, dort zu behandeln, wo sie gerade sind".. Der Anführer des FHD lief sogar hinter dem Mikrofon am Rathaus herum wie ein Tiger, drehte sich immer um, damit die Anwesenden die Aufschrift lesen konnten. Was dann Stadtrat Dr. Ralf Fuhrmann zuviel wurde, er setzte dann seine „imposante Körperfülle „ ein, um den eher gedrungenen FHD-Anführer zu verdecken. Ein weiterer Mitstreiter kam dazu, dann kamen immer mehr Teilnehmer auch mit Plakaten dazu und neutralisierten die zwei Provokateure. Inzwischen kam auch die anwesende Polizei dazu, die beiden Störenfriede gingen nach einer Ansprache dann Richtung oberer Marktplatz, wo sie bis zum Ende der Kundgebung verweilten. Wo dann noch zwei weitere Männer aus dem rechtsextremen Umfeld dazu stiessen, einer soll der identitären Bewegung angehören, die ja auch vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Offenbar war der recht korpulente Rechtsextreme aus Pforzheim 2019 in Karlsruhe bei einer Seebrückendemo anwesend, wo ein weiterer Pforzheimer einen Aktivisten der Seebrückendemo geschlagen haben soll.. Und sich mancher Teilnehmer der Kundgebung fragte, warum nicht gleich ein Platzverbot ausgesprochen wurde?

 

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