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16. Mai 2022

Demokratie und Aktion

NPD + Rechte dürfen am Wallberg demonstrieren..

Bild: Gernard Brändle klärte über die Hintergründe des Bombenagriffs auf..

Bericht und  Kommentar

Nur rund ein Dutzend Rechtsextreme konnte die NPD aufbieten, bei ihrem Ersatztermin für den ausgefallenen 23.02.21 auf dem Wartberg , der ja wegen Coronaauflagen verboten wurde. Es ist davon auszugehen , das auch NPD-Mitglieder alljährlich zusammen mit dem FHD auf dem Wartberg stehen, nun ihre eigene Kundgebung am Fusse des Wall(halla)bergs, dem Trümmerberg von Pforzheim , mit recht mäßigem Erfolg. Zunächst wollte die NPD oben auf dem Wallberg stehen, was ja wegen Bauarbeiten glücklicherweise nicht geht, nun eben unten..
Rund 150 Gegendemonstranten waren der kurzfristigen Einladung der Initiative gegen Rechts gefolgt, gekommen waren viele aus dem bürgerlichen Lager wie Ann-Kathrin Wulff oder MdB Katja Mast , beide SPD , die Omas gegen Rechts , Linke, Antifa-Anhänger oder Stadtrat Christof Weisenbacher (WiP). Als erster Redner sprach der Lokalhistoriker Gerhard Brändle, der erzählte, welche Städte im von den Nazis entfachten 2. Weltkrieg zuerst brannten, darunter auch Gernika, Rotterdam, Warschau, zuletzt auch Pforzheim. (Hitler hatte ja selbst öffentlich angekündigt „ wir werden ihre Städte ausradieren", eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.) Das Leiden der hierher verschleppten Zwangsarbeiter wurde von Gerhard Brändle erwähnt, die hier in der Nähe in einem Barackenlager wohnten, einige Kinder davon sind auf dem Brötzinger Friedhof begraben, weil ihnen die ärztliche Behandlung verweigert wurde. Auch das Schicksal des in Pforzheim bekannten Arztes am KHS Siloah, Dr. Rudolf Kuppenheim, wurde erwähnt, der sich zusammen mit seiner Frau aus Angst vor den Nazis das Leben nahm. Dr. Kuppenheim hatte als Gynäkologe rund 19.000 Kinder ins Leben geholfen , als er starb half ihm niemand..
Auch Christian von der IgrR kritisierte heftig den Miniaufmarsch der NPD, wo offenbar auch der Bundesvorsitzende der Partei Die Rechte Sven Skoda als Redner anwesend war, sozusagen als Doppelpack, "intelligente" Arbeitsteilung: die NPD meldet an , die Rechte spricht..
Und übte auch Kritik am OB, „den er hier auf der Kundgebung am Wallberg nicht gesehen hat.."
Zuvor hatten noch Stadträte von Wip/Linke versucht, den CDU-OB umzustimmen, die Demo zu verbieten, ohne Erfolg., „wer nicht kämpft hat schon verloren, heisst ja ein altes Sprichwort.."

28.02.2021

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