Rubrikübersicht | Impressum | 25. September 2022


Demokratie und Aktion

Mahnwache für Afghanistan auf dem Pforzheimer Marktplatz am Samstag, den 21.08. 21

Bild: Dekanin Christiane Quincke sprach sich u.a. für die weitere Aufnahme bedrohter Flüchtlingen aus (Foto: ron)

Dekanin Christiane Quincke sprach sich u.a. für die weitere Aufnahme bedrohter Flüchtlingen aus (Foto: ron)

Rund 200 Menschen bei Mahnwache für Afghanistan in Pforzheim

Für das Bündnis Pforzheim Nazifrei, dass die Mahnwache organisiert hatte, sprach Gerhard Baral, er war selbst bereits mehrfach privat in Afghanistan gewesen, erzählte auch vom Leid, das den Afghanen angetan wurde in den vergangenen Jahren. Den mutigen Frauen und Männern drohe nun dort Folter und Tod, nach dem überhasteten Abzug der Amerikaner und ihrer Verbündeten. Und zitierte den auch aus der heute Show bekannten Kabarettisten Abdelkarim mit seinem Afghanistan-Plan: " Der Westen ist mit top bewaffneten Truppen einmarschiert, hatte gegen die Taliban gekämpft und verlässt nun wieder das Land, weil es nicht klappt: ". Baral sprach sich für die Aufnahme weiterer Geflüchteter aus, "wir haben die Verantwortung und dürfen uns nicht herauswinden" . Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Afghanistankrieges hielt die 14-jährige Haniyeh, die 2015 aus Afghanistan nach Pforzheim kam, eine kurze, eindringliche Rede, "dort würden Mädchen und Frauen zwangsverheiratet, Babies getötet.." Dekanin Christiane Quincke sprach für den Rat der Religionen, auch sie sprach sich für die Stadtgemeinschaft aus, weitere Geflüchtete bei uns aufzunehmen, "kein Leben ist wichtiger als ein anderes." Abschiebungen zu stoppen. Ein kleines afghanisches Mädchen schwang dabei unentwegt die afghanische Nationalflagge. Auf dem Marktplat zwaren 99 weisse Stühle aufgebaut, diese sollen die Aufnahmebereitschaft für die Flüchtlinge durch die Stadtgemeinschaft darstellen.

 

Völlig inhuman und auch irrational  zeigt sich dagegen die AfD Pforzheim-Enzkreis auf ihrer Homepage zum Schicksal der von den Taliban bedrohten  Afghanen:

Durch das Chaos in Afghanistan und die Unruhen in der Region drohe eine erneute illegale Migrationswelle, Millionen Migranten (?) machten sich bereits auf den Weg nach Deutschland und Baden-Württemberg, kommentiert Fraktionsvize Rupp.

Rupp erklärt: „Hilfe vor Ort (?)  ist der einzig richtige Weg, denn eine unkontrollierte Massenmigration 2.0 verkraftet Baden-Württemberg nicht: Nicht gesellschaftlich, nicht finanziell und nicht sicherheitspolitisch. Wir fordern ganz klar: Die Grenzen müssen umgehend gesichert werden, kein einziger illegaler Migrant darf einwandern, denn 2015 darf sich unter keinen Umständen wiederholen!"

 

ron

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