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16. Mai 2022

Demokratie und Aktion

Gedenkfeier in Pforzheim am 27. Oktober 2019 beim Mahnmal für die Deportation nach Gurs

Bild: Bürgermeisterin Sybille Schüssler bei ihrere Ansprache am Mahnmal

Vor und 79 Jahren wurden rund 5400 badische Juden durch die Nazis ins KZ Gurs in den Pyrenäen verschleppt, darunter auch 195 Pforzheimer.

Die Juden, die dort nicht ums Leben kamen wurden nach Ausschwitz transportiert, den Vorhof zur Hölle wie Sybille Schüssler bei ihrer Rede am Mahnmal am Hauptgüterbahnhof in der Nordstadt betonte. Rund 30 Menschen waren gekommen, um ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinde zu zeigen, darunter auch Stadträte wie Ralf Fuhrmann (SPD) und Bernd Zilly (UB), auch Mitglieder der Initiative gegen Rechts waren da, hängten nur ein Banner auf, auf Flaggen wurde verzichtet.
Die Pforzheimer Bürgermeisterin ermahnte an die Verantwortung aller Menschen dafür, dass Antisemitismus, Hass und Hetze sich in der Gesellschaft nicht wieder ausbreiteten. Die damals deportierten Juden sind alle Pforzheimer gewesen, lebten und arbeiteten hier, beteiligten sich am kulturellen Leben der Stadt, haben Freunde und Familie hier. Pforzheim war ihre Heimat." Und weiter: Aber auch diejenigen, die für deren Verfolgung, Ausgrenzung und letztlich auch Ermordung verantwortlich waren, waren Pforzheimer. „Nur wenige, viel zu wenige sind dagegen aufgestanden oder haben Juden geholfen. Jeder Einzelne müsse sich Antisemitismus entgegenstellen. Jüdisches Leben sei heute wieder selbstverständlich in der Stadt. „jedes Infragestellen dieser Selbstverständlichkeit", sagte die Bürgermeisterin: „jede Bedrohung jüdischen Lebens hier bei uns ist ein Angriff auf uns alle."
Die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz sowie das Saarland haben vor kurzen ihre Bereitschaft bekundet, für die Kosten der Erinnerungsstätte des KZ Gurs aufzukommen sagte Sybille Schüssler weiter.

Als weiterer Redner forderte Rami Suliman, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Pforzheim, angesichts des wieder erstarkenden Antisemitismus in Deutschland die „schweigende Mehrheit" auf, „den Mund aufzumachen". Er sei angesichts der Ereignisse von Halle „erschüttert", dass so etwas in Deutschland wieder möglich ist. Seit 40 Jahren ist er nun hier in Pforzheim, früher gab es vor dem Krieg hier ein blühendes jüdisches Leben, nun sei es allerdings noch ein „kleines Pflänzchen"... Die jüdische Gemeinde gebe Religionsunterrricht, habe ein reiches kulturelles Leben , veranstalte regelmässig Gottesdienste. Zum Schluß sprach noch Rabbiner Michael Bar-Lev ein Totengebet für die Opfer der Shoah. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Chor der jüdischen Gemeinde.

27.10.2019

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