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23. Mai 2022

Demokratie und Aktion

Eröffnung der Ausstellungen Kein Kinderspiel und Besa im Hilda-Gymnasium in Pforzheim

Bild: v.l.: Rami Suliman, Edith Drescher, Angelika Drescher, Andrew Hilokowitz

Mit den beiden Musikstücken „Da pacem Domine" und „Shalom aleichem" wurde am Vorabend zur Reichspogromnacht eine bemerkenswerte Ausstellung über Menschen eröffnet, die in der Zeit des Nationalsozialismus jüdischen Menschen das Leben gerettet haben.

Die Ausstellung wurde im Rahmen der Herbstaktion vom Netzwerk Wertevielfalt organisiert. Edith Drescher, die Schulleiterin des Hilda-Gymnasiums begrüsste die Anwesenden, darunter Hubertus Welt, Wertevielfalt im Nordschwarzwald, Angelika Drescher vom Kulturamt, Hans-Joachim Scholz, Rami Suliman und Andrew Hilkowitz von der jüdischen Gemeinde sowie zahlreiche weitere Gäste. Die Schulleiterin erzählte kurz aus der Geschichte des Hilda-Gymnasiums, früher eine reine Mädchenschule, hatte vor 1938 ganze 17 Schüler gehabt, ab 1938 gar keine jüdischen Schüler mehr (Schulverbot); diese mussten in die Hindenburgschule, heute Osterfeldschule. Die Ausstellung hier sei auch ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen.
Hubertus Welt vom Netzwerk Wertevielfalt Nordschwarzwald, sagte, die Ausstellung sei zuvor u.a. in einer Gewerbeschule in Freudenstadt gezeigt worden, heute laufen leider wieder Leute auf der Strasse herum, die skandieren," Wer Deutschland liebt, ist Antisemit"., also ist es wichtig hier aufzuklären, was Holocaust bedeutet. Die Ausstellung soll Betroffenheit erzeugen, für die Schrecken des Holocausts.
Pfarreri.R. Hans-Joachim Scholz weist darauf hin, die Ausstellung über Menschen, die als Gerechte der Völker in der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem geehrt wurden, diese seien „Menschen gewesen und nicht etwa Übermenschen, „ wie es in der NS-Zeit der Fall war. Rund sechs Millionen sind in der NS-Zeit umgekommen, davon 1,5 Millionen Kinder..Auch unter furchtbaren Verhältnissen haben jüdische Kinder sich eine andere Realität geschaffen. Antisemitismus und Rassismus solle man entgegentreten, wenn jemand hier über andere Menschen diskriminierende Aussagen mache, soll man aufstehen und dagegen sprechen. Wichtig seien die Achtung und der Schutz der Menschenwürde. Es gibt inzwischen rund 26.000 Menschen, die Juden unter Einsatz ihres eigenen geholfen haben, davon 600 Deutsche. Er nannte u.a. auch den sudetendeutschen Industriellen Oskar Schindler (Film: „Schindlers Liste), der in seinen kriegswichtigen Fabriken vielen Juden das Leben gerettet hatten und in Israel begraben wurde. Er erinnerte auch an den schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, der in Ungarn tausende von Juden gerettet hatte, so durch Ausstellung von Pässen..Das „Wort Besa bedeutet in Albanien im übertragenen Sinne ein Versprechen halten, also damit einen weitgehenden Schutz von Gästen , die man aufgenommen hat. (Das Gegenteil wäre der Verrat). Dort wurden viele geflüchtete Juden in der NS-Zeit in albanischen, muslimischen Familien wie Familienmitglieder aufgenommen, versteckt und vor Zugriffen der Nazis geschützt,staatliche Stellen fälschten dazu Pässe, fast alle Juden überlebten die Nazizeit..
Angelika Drescher, Leiterin des Kulturames der Stadt Pforzheim sprach in einem Schlusswort auch davon, dass
die Ausstellung auch für Schüler geeignet ist, um über den Holocaust aufzuklären.
Mit einem „Schalom chaverim" aus Israel beendete der Schulchor des Hilda-Gymnasiums die Veranstaltung

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