Rubrikübersicht | Impressum | 03. Februar 2023


Demokratie und Aktion

Demo gegen Rassismus und Polizeigewalt auch in Karlsruhe

Bild: Redner prangerten Rassismus auch bei uns an..

Redner prangerten Rassismus auch bei uns an..

In vielen deutschen Städten wurde wie auch im Ausland am 6. Juni 2020 gegen Polizeigewalt und Rassismus demonstriert.

Rund 1500 Teilnehmer versammelten sich unter Coronauflagen auf dem Friedrichplatz in Karlsruhe, darunter auch aktuelle und ehemalige Bürger der Goldstadt Pforzheim, auf dem Schloßplatz waren es sogar an die 3000 Demonstranten. Auf Plakaten wurden Parolen gegen Rassismus und Black Live Matter verkündet.
Acht Minuten und 46 Sekunden dauerte der Todeskampf des Afroamerikaners George Floyd. So lange schwiegen die Demonstranten bei der "Silent Demo" in vielen deutschen Städten - wie auch in Karlsruhe . RednerInnen kritisierten Rassismus auch bei uns, riefen zu Frieden und Zusammenhalt auf, ein zugewanderter hier aufgewachsener Unternehmensberater kritisierte, dass ein Polizist George Floyd getötet hat, andere Polizisten und auch Passanten hatten tatenlos dem Verbrechen an George Floyd , einem schwarzen Familienvater, zugesehen. Auch Migranten sollten sich bei uns öffnen, sich in die Gesellschaft besser integrieren.
Auf Auffforderung knieten die Teilnehmer hin, viele ballten die Faust wie einst symbolisch in der Black Panther Bewegung in den USA.
Rassistische Gewalt sei kein amerika-spezifisches Problem, sondern auch in Deutschland Realität. Aus diesem Grund wollten die Veranstalter unter dem Motto "#wirsindKA - Nein zu Rassismus!" in Karlsruhe ein deutliches Zeichen setzen. Denn auch bei uns würden farbige Menschen oft in der Öffentlichkeit diskrimiert, die Antidiskrimierungstelle des Bundes verzeichnet seit 2006 rund 28.000 Fälle dazu. "Rassismus ist auch in Deutschland aktiv", sagte die Veranstalterin der kundgebung Nadia Aisamah.
Die anwesende Polizei hielt sich zurück, es gab mehrere Aufforderungen der Veranstalter Abstand zu halten..
Als Kulturprogramm gab es furiose Trommlerdarbietungen und einen Rapsänger, mit der Option zum
Mitklatschen .

Der öffentliche Protest wurde von "Netzwerk gegen Rassismus", "Simama - steh auf e.V", "Empowerment Ka" und "Afrika Union"

organisiert.

 

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