Rubrikübersicht | Impressum | 07. Oktober 2022


Demokratie und Aktion

Antikriegstag des DGB Pforzheim 2022 im Zeichen des Ukrainekriegs

Bild: Kranzniederlegung am Ehrenmal für die Opfer des NS-Terrors (Foto: CW)

Kranzniederlegung am Ehrenmal für die Opfer des NS-Terrors (Foto: CW)

Für den Frieden. Gegen einen neuen Rüstungswettlauf! Die Waffen müssen endlich schweigen!

Das Motto des diesjährigen Aufrufs des DGB zum Antikiegstag lautete: Für den Frieden. Gegen einen neuen Rüstungswettlauf! Die Waffen müssen endlich schweigen!

Der DGB Kreisvositzende Franz Herkens nahm den Einmarsch Russlands in der Ukraine zum Anlass, auf die über 82 Millionen Menschen aufmerksam zu machen, die weltweit von Krieg und Vertreibung betroffen sind: "Die Angst um ihr Leben und ihre Kinder treibt sie zur Flucht." Rund 25 Kriege und vier bewaffnete Konflikte gibt es derzeit global. Für sie alle gilt der Friedensaufruf des DGB, dass jeder Krieg ein Angriff auf die Menschlichkeit ist.

Russlands autokratisches Regime verfolgt eine brutale Politik der militärischen Konfrontation und Eskalation. Sein verbrecherischer Krieg zielt auf die Vernichtung der Ukraine ab. Selbst den Einsatz nuklearer Waffen schließt die russische Führung nicht aus. Die europäische und internationale Friedens- und Sicherheitsordnung liegt in Trümmern. Diese tiefe Zäsur zwingt uns, neue Antworten zu finden, erklärt Herkens.

Mit der Gedenkveranstaltung am diesjährigen Antikriegstag warnt der DGB vor einer weiteren Militarisierung der Debatte. Der Ukraine-Krieg darf uns nicht zu dem Irrglauben verleiten, Frieden ließe sich mit Waffen schaffen, so der Gewerkschafter weiter. Hinzu kommt, dass jeder Euro, der zusätzlich für Aufrüstung ausgegeben wird, an anderer Stelle zu fehlen droht. Die Finanzierung militärischer Friedenssicherung darf weder auf Kosten der Leistungsfähigkeit unseres Sozialstaates gehen und die soziale Ungleichheit in unserem Lande verschärfen. Noch darf sie dazu führen, dass die dringenden Zukunftsinvestitionen in die sozial-ökologische Transformation ausbleiben, so die Schlussfolgerung des Kreisvorsitzenden.

Die musikalische Umrahmung der diesjährigen Veranstaltung übernahm Ralph Gundel mit dem Saxofon.

Im Anschluss an die Rede des DGB Kreisvorsitzenden folgten mehrere Redebeiträge von Vertreter*innen politischer Jugendverbände. Den Auftakt machte Jonathan Trapp von der IG Metall Jugend, im folgte der Vertreter der grünen Jugend Felix Herkens, gefolgt von Jan Rössle von der Linksjugend, Elias Engel von den Jungsozialisten und Jean Paul Marienfeld vom Arbeitskreis gegen Krieg und Militarismus des linken Zentrums.

PM/IGM

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