Rubrikübersicht | Impressum | 06. Oktober 2022


Demokratie und Aktion

Antikriegstag 2019 des DGB Pforzheim-Enzkreis

Bild: Wolf-Dietrich Glaser (DGB) am Mahnmal für die Opfer des Faschismus

Wolf-Dietrich Glaser (DGB) am Mahnmal für die Opfer des Faschismus

Am 1. September 1939, vor 80 Jahre, überfiel die deutsche Wehrmnacht Polen, nach einem fingierten angeblichen Überfall Polens auf den deutschen Sender Gleiwitz.

Aus diesem Anlaß fand auch wiederum der alljährliche, vom Deutschen Gewerkschaftsbund veranstaltete Antikriegstag auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof am Mahnmal für die Opfer des Hitlerfaschismus statt.

Viel Prominenz war anwesend wie Martin Kunzmann , DGB LV, Stefanie Seemann, MdL ;Bündnis 90-Die Grünen oder Jürgen Schroth, ehemaliger DGB-Kreisvorsitzender Pforzheim sowie Hella Marquardt, Ex-CDU-Stadträtin und andere Funktionsträger.

Musik: Matthias Boie, u.a. spielte Gitarre und sang "Sag mir wo die Blumen sind" - auf deutsch (Pete Seeger), oder rappiger "weil ich es kann " von Simon & Jan..

Die Hauptrede hielt Wolf-Dietrich Glaser, ehrenamtlicher DGB-Kreisvorsitzender, der zugleich den von den Nazis verursachten Krieg als ein Verbrechen an der Menschheit kritisierte, der von langer Hand geplant war. Die Dolchstoßlegende aus dem 1. Weltkrieg musste als Staatsdoktrin herhalten. Juden, Sinti , Roma wurden benachteiligt, ausgeplündert , verfolgt und ermordet.
Glaser forderte weiterhin das Wettrüsten zu stoppen, sich für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen. Auch die Verbrechen  der SS in Italien im Sommer 1944 wurden kritisiert, wobei die SS damals auch in der Toskana in St . Anna di Stemezza tausende von Frauen, Kinder und alten Leute bestialisch massakrierte. Nur ganz wenige Verantwortliche wie der Kommandeur Albert Kesselring wurden an Italien ausgeliefert, zum Tode verurteilt, durfte aber 1951 wieder in die BRD zurück. Und schuf die Mär vom tapferen und sauberen Soldaten, dem ein Inspekteur der Bundesluftwaffe 1960 die Grabrede hielt..Glaser ging auch auf das Urteil von Den Haag ein, dass Opfer von NS-Verbrechen nicht gegen souveräne Staaten klagen können, siehe gerade auch die Forderungen von Griechenland und Polen, die von Berlin abgelehnt werden. Es wäre höchste Zeit für eine wenn auch symbolische Wiedergutmachung für das durch Nazi-Deutschland erlittene Unrecht. Die Erhöhung des Wehr-Etas auf nun 43,2 Mrd. Euro wurde auch kritisiert, das Geld könnte man vernünftiger für zivile Projekte einsetzen, so Schülerprojekte in Italien oder Reparationszahlungen an Hinterbliebene von NS-Verbrechen oder auch den Hunger in der Welt..Und lehnte zugleich die auch von den USA aktuell wieder geforderte Erhöhung des Wehr-Etas auf 2 % des Bundeshaushaltes ab. Und zum Schluß noch: „Wir stehen vor riesigen Herausforderungen, die Zukunft für uns unsere Kinder und Enkel lebenswert zu gestalten."
Zum Schluß folgte noch die traditionelle Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer des NS-Regimes.

 

02.09.2019

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