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23. Mai 2022

Demokratie und Aktion

Über 320 Teilnehmer an der Waldbegehung gegen das geplante Gewerbegebiet Klapfenhardt

Bild: Am kommenden Dienstag, den 15.Mai 2018, wird der Pforzheimer Gemeinderat über den Antrag abstimmen..

Bei schönstem Sonnenschein versammelten sich rund 320 Menschen aus allen Altersschichten am 6. Mai 2018 nahe dem Tannhoferweg an der Autobahn, um an einer Walddemo gegen den geplanten Kahlschlag im nahen Waldgebiet teilzunehmen. Franz Herkens, grüner Stadtrat, erläuterte den Hintergrund der Pläne, hier ein grosses Gewerbegebiet zu bauen. Angesichts der ökologischen Probleme für ihn ein Unding, auch weil ja immer in der Politik von Umweltschutz (FFH) die Rede ist. Und kitisierte in diesem Zusammenhang die ebenfalls grüne Baubürgermeisterin Sybille Schüssler, "die sich besser um ihre Wähler kümmer sollte.." Stefanie Seemann , grüne Landtagsabgeordnete, erklärte den Nutzen des Waldgebietes für Mensch und Tier, so auch als Lärmschutz und Naherholungsgebiet. In diesem Gebiet gibt es mehr Lebewesen als auf der ganzen Erde!
Manfred Pflüger von der Bi gegen die Nordtangente , die rund 700 Bürger vertritt, erläuterte , dass der Pforzheimer OB Peter Boch hier im Hauruckverfahren wohl gegen Einwände auch der Bürger dieses Projekt durchziehen will, wogegen auch seine kampferprobte Bürgerinitiative sich ausspricht.
Rainer Ertel, Biologielehrer aus Remseck, sagte, "dass er froh wäre, wenn wir in Remseck noch so ein intaktes und grosses ökologisch

interessantes Waldgebiet hätte. "Auch soll es eine Aussage von der Stadt geben, dass es hier "nur Bäume von 30 - bis 170 Jahren (!) geben

soll"..

Danach gab es eine Waldbegehung, wobei Herr Ertel auch gleich noch Naturkundeunterricht erteilte, so sei

dort ein Waldlaubsänger zu hören, ein ganz seltener Waldbewohner. Halt machte man auch an einem Wasserloch, wo die Tiere des Waldes

ihr Wasser beziehen. Herr Boch hätte behauptet, dass Wasserloch gäbe es für ihn gar nicht, weil es offenbar nicht in Stuttgart "amtlich"

eingetragen sei?

(Es kann nicht sein was nicht sein darf?) Danach gab es noch am Startpunkt eine Schlußversammlung auch zum Meinungsausausch zu

dem was man gerade an interessanten Fakten erfahren hätte.

Interessant war wiederum zu hören, dass 1999 hier eine merkwürdige überdimensionierte Autobahnunterführung gebaut wurde, für viel Geld.

Die Unterführung ist so groß, dass hier zwei grosse LKW locker aneinandervorbei fahren könnten. Hat man damals schon vorgehbat, hier ein

Gewerbegebiet zu bauen? Kritik kam auch an der Vorstellung, dass bei einer Schaffung des Gewerbegbietes in Zukunft dann der Verkehr

von der Wihö Richtung Bretten durch den Wald rollen könnte, falls hier eine Strasse nach Ispringen noch gebaut würde?

Am 15. Mai ist dann im Gemeinderat dazu die Abstimmung, man darf gespannt sein, ob das Ergebnis dann dem Resultat der jüngsten

Bäderdemo gleicht, wo der Gemeinderat sich dann doch plötzlich (angesicht der Wahlen 2019) „anders" besonnen hätte.

.https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/364/die-flaechenfresser-4986.html

09.05.2018

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