Termine
21.und 23.2.26
21.2.26 Rundgang 17 Uhr Güterbahnhof
Veranstalter: Igr, DGB, DFG
Güterbahnhof, Gefängnis, Gericht - Stationen von NS-Terror und Widerstand
Der Rundgang der „Initiative gegen rechts", des DGB und der Deutschen Friedens-Gesellschaft beginnt am Osteingang des Güterbahnhofs, wo die Nazis 1938 Firmen „arisierten", 1940 jüdische Menschen verschleppten und 1942 ZwangsarbeiterInnen für die Rüstungs-Industrie ausluden. Im Gefängnis saßen nach 1940 KriegsgegnerInnen aus überfallenen Ländern und ZwangsarbeiterInnen, die sich gegen Unterdrückung wehrten. In der Franziskus-Kirche predigten aufrechte Geistliche gegen die Nazi-Weltanschauung und für Religionsfreiheit. Am Amtsgericht an der Lindenstraße erhielt ein jüdischer Richter Berufsverbot, ein Anti-Nazi-Richter wurde kaltgestellt und zur Arbeit in der Rüstungs-Industrie gezwungen. Opfer und GegnerInnen der Nazis erhalten mit Bildern ihren Namen, ihr Gesicht und ihre Geschichte.
23.2.26
Gebinde-Niederlegung, Uhrzeit und Veranstaltungsort noch offen
Veranstalter: IgR, DGB, DFG
Am 23. Februar ALLER Opfer gedenken !
Wir, die „Initiative gegen rechts", der Deutsche Gewerkschaft-Bund DGB und die Deutsche Friedens-Gesellschaft Pforzheim/Enzkreis, gedenken der über 17 600 Opfer der Bomben am Abend des 23. Februar 1945. Wir gedenken heute insbesondere auch der Opfer, die keine PforzheimerInnen und doch am 23. Februar 1945 unfreiwillig als ZwangsarbeiterInnen in unserer Stadt waren. Ihre Namen - soweit sie zu ermitteln waren - stehen auf den Schleifen des Blumengebindes, das wir zur Erinnerung an diese Menschen aus Frankreich, aus Polen und aus der Sowjetunion niederlegen. Sie wurden Opfer des Nazi-Eroberungskrieges, zuerst missbraucht zur Herstellung von Rüstungsmaterial, mit dem ihre Heimatländer zerstört wurden, dann, als der Krieg an seinen Ursprung zurückkam, Opfer der Bomben auf eben diese Rüstungsfirmen. Sie haben keine Angehörigen oder Nachkommen in Pforzheim, die heute Blumen zum Gedenken niederlegen könnten. Sie dürfen nicht vergessen werden.
23.2.26
17 Uhr Stele Bahnhofstr.
Veranstalter: IgR, DGB, DFG
Widerstand gegen Kriegsvorbereitung und Krieg
Am 5. März vor 93 Jahren hatten die Stimmberechtigten auch in Pforzheim die Wahl, gegen die NSdAP und Hitler, gegen Rüstung und Kriegsvorbereitung zu stimmen. In Pforzheim wählten 57,5 % ihren Untergang, der dann am 23. Februar 1945 über die Stadt hereinbrach. In der Goldstadt haben über 12% mehr als im Reichsdurchschnitt ihre Stimme der NSdAP gegeben.
Die Bomben trafen alle, auch Nazi-GegnerInnen aus Gewerkschaften, Arbeiterparteien und der Friedens-Gesellschaft, die vor 1933 gewarnt hatten: „Hitler heißt Krieg, Not, Hunger und Elend für das ganze deutsche Volk !"
Die „Initiative gegen rechts", Gewerkschaften und die Deutsche Friedens-Gesellschaft erinnern an die Menschen, die schon vor 1933 klarsichtig gegen den Strom schwammen und versuchten, Unheil abzuwenden, aber nicht gehört wurden. KriegsgegnerInnen erhalten Name, Stimme und Gesicht, denn sie und ihre frühen Warnungen können Orientierung in unfriedlichen Zeiten geben.
Entwurf: Brigitte und Gerhard Brändle, geändert von Rüdiger Jungkind am 11.02.2026
PM
13.02.2026
· Führungen an der Enz zum Weltwassertag 2026
· Protest gegen Demo von Baden-Württemberg steht auf
· Vortrag zum Thema Bleiberecht
· 21.02.2026: Demo in Hanau zum 6. Jahrestag des rassistischen Anschlages
· Kundgebung zum 23.Februar in Pforzheim