Rubrikübersicht | Impressum | 02. Dezember 2022


Leserbriefe

Wie wirkt sich der Ukrainekrieg auf die Kosten bei der Fernwärme aus?

Bild: Das neu erstellte Gasmotorenkraftwerk der Stadtwerke am Enzauenpark  (Foto: ron)

Das neu erstellte Gasmotorenkraftwerk der Stadtwerke am Enzauenpark (Foto: ron)

Redaktionelle Anfrage bei den Stadtwerken Pforzheim , hier die Antwort:

 

Tatsächlich hat die Ukraine-Krise einen starken Einfluss auf die globalen Energiemärkte. Nicht nur der Gaspreis, auch der Preis für Rohöl steigt aufgrund der unüberschaubaren Marktsituation.

 

Für den Betrieb unserer Gasmotoren am Standort Heizkraftwerk im Enzauenpark konnten wir uns die nötigen Energiemengen für den weiteren Betrieb sichern. Allerdings war der Markt bereits vor Weihnachten, also unabhängig vom Ukraine-Konflikt, sehr volatil. Auch die hohen Holzpreise hatten und haben weiterhin direkten Einfluss auf die Versorgung mit Fernwärme und letzten Endes auf den Preis. Denn die Grundlast trägt der mit Biomasse, zumeist in Form von Holzhackschnitzeln aus der Region (max. Umkreis ca. 80 km), betriebene Biomasseblock im HKW; die Gasmotoren schalten sich nur zu Spitzen- oder Mittellastzeiten dazu und ergänzen die Wärme- und Stromversorgung. Aus diesen unterschiedlichen Gründen mussten wir zum Start ins Jahr 2022 den Preis für Fernwärme um 14 % anheben - zuvor konnten wir den Preis seit dem Jahr 2018 stabil halten.

Da sich der Energiemarkt schon seit einiger Zeit sehr sprunghaft zeigt und sich durch die anhaltende Konfliktsituation im Osten Europas auch in absehbarer Zeit nicht entspannen wird, rechnen auch wir damit, dass sich der Preis für die Fernwärme ebenfalls nach oben entwickeln wird.

 

Allerdings suchen auch wir bei den SWP stets nach Lösungen, mit denen wir nicht nur unabhängiger, sondern auch klimafreundlicher Energie für Pforzheim bereitstellen können. So haben wir für dieses Jahr ein Blockheizkraftwerk projektiert, das Klärgas aus der Kläranlage wie das große HKW durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit größtmöglicher Effizienz in Wärme und Strom umwandeln kann. Darüber hinaus suchen wir nach Alternativen zum fossilen Erdgas für den Betrieb unserer Gasmotoren. Schon heute könnten wir diese mit Biogas oder synthetischem Gas aus Power-2-Gas-Anlagen betreiben. Auch die Beimischung einer gewissen Menge an Wasserstoff wäre heute bereits möglich.

Pressestelle/ SWP

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