Rubrikübersicht | Impressum | 02. Juli 2022


Leserbriefe

Weitere Tarifabschlüsse vor der Sommerpause:

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IG Metall vereinbart Entgeltsteigerungen bei Schroff und Roll

Pforzheim/Straubenhardt/Enzberg Bei der Schroff GmbH in Straubenhardt sowie bei der Karl Roll GmbH & Co. KG in Mühlacker-Enzberg erhalten die Beschäftigten nun das Plus im Nachgang der Tarifrunde 2021 in der Metall- und Elektroindustrie.

Wie die IG Metall Pforzheim mitteilt, hat die IG Metall bereits letzte Woche mit der Geschäftsführung der Schroff GmbH ein Tarifergebnis für die rund 700 Beschäftigten am Standort in Straubenhardt erzielt. „Zu den Verhandlungen ist es gekommen, da die Geschäftsführung bei der Übernahme des Ergebnisses der Flächentarifverhandlungen vom 30. März 2021 Nachverhandlungen eingefordert hatte," erläutert der Gewerkschaftssekretär Kai Müller, der für die IG Metall die Verhandlungen führte. „Gemeinsam mit dem Betriebsrat und den Beschäftigten ist es in mehreren Verhandlungsrunden über Monate hinweg gelungen, Einschnitte bei den tariflichen Leistungen zu verhindern. Die Beschäftigten erhalten mit der Septemberabrechnung eine Corona Beihilfe von Euro 500. Azubis und Dual Studierende erhalten Euro 300, Teilzeitbeschäftigte haben Anspruch auf anteilige Zahlung. Darüber hinaus gibt es ab Februar 2022 dann alljährlich ein Transformationsgeld in Höhe von 18,4 bzw. ab 2023 von 27,6% eines Monatseinkommens. Dieses kann bei einer schwierigen wirtschaftlichen Situation und schlechten Auslastung in eine Arbeitszeitverkürzung von einer Stunde umgewandelt werden. „Es sei sehr wichtig, dass nun auch für diese Kolleginnen und Kollegen wieder ein sicherer tariflicher Rahmen in Kraft gesetzt sei", ergänzte Müller weiter.

Ebenfalls kurz vor der Sommerpause wurde mit der Geschäftsführung der Karl Roll GmbH & Co. KG, die mit rund 140 Beschäftigten in Enzberg Reinigungssysteme herstellt, ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen. Hierzu war von Kai Müller, der auch in diesen Verhandlungen die Interessen der Metallerinnen und Metaller vertrat, zu erfahren, dass aufgrund der Haustarifvertragsstruktur eine Anpassung notwendig war. Bei Roll wurde neben einer Corona Beihilfe von Euro 500 vereinbart, dass in den bereits bestehenden „Roll Topf" seitens der Geschäftsleitung ab 2022 ein Betrag von 18,4 bzw. 27,6 % zusätzlich einbezahlt wird. Daraus wird ab 2022 eine Stunde Arbeitszeitverkürzung finanziert.

Der Gewerkschafter zeigt sich mit den Abschlüssen zufrieden. Beide Ergebnisse seien nach Angaben der IG Metall Pforzheim auch bei den Mitgliedern gut angekommen, so Müller.

Gerade bei der IG Metall Pforzheim sei es in vielen Unternehmen notwendig, nach den Abschlüssen in der Fläche noch einmal mit den Geschäftsführungen einzelner Unternehmen zu verhandeln, stellt der Pressesprecher der IG Metall Pforzheim, Arno Rastetter heraus. „Das kommt dadurch zustande, dass es einige Unternehmen gibt, die nicht Mitglied der verhandelnden Arbeitgeberverbände sind und somit Haus- und Anerkennungstarifverträge gelten. Diese müssen dann im Nachgang immer wieder angepasst werden." Hierbei wäre es oberste Priorität der Gewerkschaft, keine qualitativen und quantitativen Lücken zu den Flächentarifverträgen entstehen zu lassen, so Rastetter weiter.
PM/igm Pf-Enzkreis

10.08.2021

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