Rubrikübersicht | Impressum | 06. Dezember 2022


Leserbriefe

Ohne Zukunft sehen wir schwarz!

Bild: Protest bei Mahle für den  Erhalt von Arbeitsplätzen (Foto:igm)

Protest bei Mahle für den Erhalt von Arbeitsplätzen (Foto:igm)

Kampf um Arbeitsplätze im Mahle-Konzern nimmt Fahrt auf.

 

Über 1.300 Beschäftigte bei verhandlungsbegleitenden Aktionen in Stuttgart-Feuerbach und Bad Cannstatt.

 

Die Auseinandersetzung um die Sicherung der Arbeitsplätze bei Mahle Behr spitzt sich zu. Das Management setzt die Beschäftigten und ihre Betriebsräte unter Druck, droht mit Personalabbau und fordert einen finanziellen Beitrag der Beschäftigten, allerdings ohne Zusicherung von Investitionen oder Perspektive in eine sichere Zukunft für den Standort.

 

Um die betrieblichen Verhandlungen zu unterstützen, machten über 1.300 Beschäftigte heute lautstark auf ihre Forderung nach einer Standort- und Beschäftigungssicherung in einem Zukunftssicherungs-Tarifvertrag aufmerksam.

 

Unter der Überschrift "Ohne Zukunft sehen wir schwarz" versammelten sich kurz vor 12 Uhr die Beschäftigten zu einer großen Kundgebung vor dem Mahle Verwaltungsgebäude in Feuerbach. Schwarz gekleidet demonstrierte die Belegschaft vor Ort, um ihren Unmut über die Abbaupläne und Verlagerungen des Managements zu zeigen.

 

Ljiljana Culjak, Betriebsratsvorsitzende bei Mahle Behr in Feuerbach und Nektaria Christidou, Betriebsratsvorsitzende bei Mahle Behr in Mühlacker informierten gemeinsam die Belegschaft über den aktuellen Verhandlungsstand am jeweiligen Standort.

 

Ähnlich ist die Situation bei Mahle in Mühlacker/Vaihingen. Obwohl eine Gesamtbetriebsvereinbarung den Standort Mühlacker zu einem Pilot-Werk erklärt, für das ein Zukunftskonzept erstellt werden soll, entzog sich die Geschäftsführung bisher den Verhandlungen. Nur mit Druck, der in den letzten Wochen aufgebaut wurde, konnte hier eine Bewegung erzielt werden. Die IG Metall Pforzheim hatte daher die Beschäftigten des Mahle Standorte Mühlacker und Vaihingen aufgerufen, die Aktion in Feuerbach zu unterstützen und hatte ihrerseits zu einer Protestkundgebung vor der Mahle Konzernzentrale in Bad Cannstatt aufgerufen.

 

Solidarisch unterstützt wurden die Beschäftigten unter anderem von Delegationen der aktiven Metaller*innen bei Bosch, Coperion, Porsche, Koenig&Bauer MetalPrint, sowie den beiden Daimler Standorten.

 

Trotz der vielfältigen Herausforderungen in diesen Unternehmen, sind sich die Kolleg*innen in einem einig: Stellenabbau ist keine zukunftsfähige Strategie. Gemeinsam mit den Belegschaften und der IG Metall werden sie deshalb für gute Zukunftsverträge kämpfen!

 

Der nächste Schritt dazu ist der Aktionstag am 29. Oktober 2021 ebenfalls in Stuttgart. Dort wird die IG Metall ihre Forderungen gegenüber der künftigen Bundesregierung auf die Straße tragen, so der Pressesprecher der IG Metall Pforzheim, Arno Rastetter. Um Entwicklungen wie bei Mahle entgegenzutreten und eine Zukunft der Automobilzulieferer im Land zu sichern, bedarf es entsprechender Rahmenbedingungen der künftigen Regierung so die IG Metall Pforzheim weiter.

 

PM/Arno Rastetter

IG Metall Pforzheim

20.10.2021

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