Leserbriefe
Kundgebung und Tütenaktion am 7. und 8. März in Pforzheim.
Eine gemeinsame Aktion von Q-Prints&Service, Spotlight Pforzheim, Lilith
und pro familia.
Bereits am Samstag, 7. März, machen die Organisator*innen mit einer Tütenaktion auf dem
Pforzheimer Wochenmarkt auf den Aktionstag aufmerksam. Wer dort einkaufen geht, bekommt
an den Marktständen Tüten mit Statements zu Feminismus und Gleichberechtigung sowie Flyer
zu Beratungsangeboten bei sexualisierter und häuslicher Gewalt in Pforzheim und dem Enzkreis.
Am Sonntag, 8. März 2026 um 14 Uhr folgt die Kundgebung auf dem Leopoldplatz mit
Redebeiträgen sowie einer Plakat- und Straßenkreideaktion. Dass der feministische Kampftag in
diesem Jahr auf den Tag der Landtagswahl fällt, verstehen die veranstaltenden sozialen Träger
als Anlass, beides bewusst miteinander zu verknüpfen. Gerade bei einer Landtagswahl, bei der
wir mitentscheiden, wie sich die Politik in unserem Bundesland in den kommenden Jahren
entwickelt, ist es wichtig, auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam zu machen und
Gleichstellung als zentrale gesellschaftliche Aufgabe zu benennen.
Der 8. März steht historisch für den Kampf um politische Teilhabe und Rechte von Frauen. 1911
erstmals ausgerufen, war das Frauenwahlrecht eine der zentralen Forderungen. „Dass wir heute
am Tag einer Landtagswahl auf die Straße gehen, erinnert daran, dass politische Rechte
erkämpft wurden - und dass sie verteidigt werden müssen", betonen die Veranstalter*innen.
Denn aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zeigen, dass Gleichberechtigung keine
Selbstverständlichkeit ist: Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland weiterhin im
Strafgesetzbuch geregelt, nahezu jeden zweiten Tag wird eine Frau* von ihrem (Ex-)Partner
getötet, und antifeministische sowie rechtspopulistische Strömungen stellen errungene
Fortschritte offen infrage.
FLINTA*-Personen (Akronym für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und
agender Personen) erleben nach wie vor strukturelle Benachteiligung und Gewalt. „Der
feministische Kampftag ist kein symbolischer Feiertag. Er ist ein Tag des Widerstands", erklären
die beteiligten Organisationen. „Gerade am Wahltag fordern wir eine Politik, die Gleichstellung
nicht als Randthema behandelt, sondern als demokratische Grundvoraussetzung." Die
Veranstalter*innen rufen dazu auf, wählen zu gehen und zugleich öffentlich Haltung zu zeigen:
für körperliche Selbstbestimmung, Schutz vor Gewalt, soziale Gerechtigkeit und eine vielfältige,
solidarische Gesellschaft.
„Demokratie und Feminismus gehören zusammen. Wer Gleichberechtigung will, muss sie
politisch einfordern."
Alle Interessierten sind eingeladen, sich an den Aktionen zu beteiligen.
Beteiligte Träger:
Q-Prints&Service gGmbH
Spotlight Pforzheim e.V.
Lilith e.V.
pro familia e.V.
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