Rubrikübersicht | Impressum | 30. Juni 2022


Leserbriefe

IG Metall Pforzheim fordert die sofortige Ausweitung der Corona Test und Impfkapazitäten

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Gewerkschaft sieht Politik und Betriebe in der Pflicht.

Die IG Metall Pforzheim teilt in einer Presseerklärung mit, dass in Anbetracht der Lage jetzt schnellstens alles getan werden müsse um die Corona Pandemie einzudämmen.

Dazu sind Impfungen, PCR Test als auch Antigen Schnelltests ein geeignetes Mittel, um Infektionsketten zu unterbrechen und Menschen zu schützen. Wenn die politisch Verantwortlichen allerdings Maßnahmen beschließen, dass Beschäftigte nur noch geimpft, genesen oder getestet (3G) Zugang zu den Betrieben erhalten dürfen, muss im Vorfeld auch geklärt sein, dass genügend Kapazitäten bereitgestellt werden und die Betriebe ausreichend Zeit haben entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Es kann nicht sein, dass sowohl die geschäftsführende Bundesregierung als auch die künftigen Ampelkoalitionäre über Wochen und Monate zusehen wie die Infektionszahlen steigen und dann quasi Übernacht entsprechende Tests und Impfungen fordern.

Noch vor einigen Wochen hatte die Regierung beschlossen, die Schnelltests nicht mehr zu bezahlen, was zu einer deutlichen Abnahme der Testkapazitäten führte.

Nun müssen die Beschäftigten mit teils stundenlangen Wartezeiten das ausbaden, was die Regierenden in Bund und Land verbockt haben.

Zur schnellen Abhilfe der unerträglichen und teils chaotischen Situation in Bezug auf das Testen fordert die IG Metall Pforzheim alle größeren Betriebe auf umgehend selbst Testkapazitäten zur Verfügung zu stellen. Teils gibt es ausgebildetes Personal, welches sofort Tests durchführen und attestieren kann. Dies muss jetzt auch geschehen.

Weiter gibt es bereits Überlegungen von Firmen verschiedener Industriebetriebe gemeinsame Testzentren zu betreiben. Dies ist ein richtiger Ansatz, welcher auf alle Industriegebiete im Enzkreis ausgedehnt und umgesetzt werden muss, so die erste Bevollmächtigte der IG Metall Pforzheim, Liane Papaioannou.

Darüber hinaus sieht die IG Metall Pforzheim die Notwendigkeit neben dem Drive-In Testzentrum am Messplatz, an dem es insbesondere in den früheren Morgen und in den Abendstunden zu einem enormen Andrange kommt, der zuweilen auch zu Verkehrsbehinderungen führt, weitere Drive- In Testzentren für Berufspendler zu eröffnen. Dies könnten an den Park und Ride Parkplätzen eingerichtet werden, so die IG Metall Pforzheim weiter in ihrer Presseerklärung. Als Sofortmaßnahme fordert die IG Metall, dass die Öffnungszeiten an der Teststation am Messplatz von 5.00 Uhr bis 22.00 Uhr ausgedehnt werden.

Auch in Bezug auf die Impfkampagne gäbe es vieles wieder gut zu machen, was Bundes und Landesregierung verbockt hätten, so die IG Metall Pforzheim. Die Impfzentren in Baden-Württemberg zu einem Zeitpunkt zu schließen, als die Booster -Impfungen gerade begonnen hatten, war ein schwerwiegender Fehler, so die IG Metall Bevollmächtigte weiter. Auch, dass die Bemühungen um eine Impfstraße auf dem Messplatz in Pforzheim aus formalen Gründen nicht realisiert werden können sollen, ist skandalös.

An die Landesregierung stellt sie daher die Forderung solche Bemühungen unkompliziert zu unterstützen, die Kreisimpfzentren umgehend wieder zu eröffnen und bürokratische Hürden diesbezüglich abzubauen.

Die Hausarztpraxen sind entgegen den Verlautbarungen des Deutschen Hausärzteverband mit der Anzahl der Impfungen hoffnungslos überfordert, obwohl sie möglich machen, was sie können, ergänzt der Pressesprecher der IG Metall Pforzheim, Arno Rastetter. Er selbst habe für nächste Woche ausschließlich wegen seines fortgeschrittenen Alters und mehreren Vorerkrankungen einen Booster-Termin für Ende nächster Woche bekommen.

Bevor der baden-württembergische Ministerpräsident eine Impfpflicht fordert, solle er erstmal dafür sorgen, dass die „Impfwilligen" auch Termine für eine Impfung bekommen und nicht stundenlang in der Kälte stehen müssen und einige am Ende doch ohne Impfung nach Hause gehen müssen. Die Mobilen Impfteams und kleineren Impfstationen seien richtigerweise dafür eingerichtet worden, um niedrigschwellige Impfangebote für Erst und Zweitimpfungen zu schaffen und nicht um tausenden Menschen die 3. Impfung zu verabreichen, zeigt sich der Gewerkschafter verärgert.

Aber auch die Betriebe könnten die Impfkampagne dadurch unterstützen, dass sie über die Betriebsärzte sowohl die Erst- und Zweitimpfungen aber auch die Booster -Impfungen nochmals unterstützen.

Wenn so schnell wie möglich alle Voraussetzungen geschaffen wurden, sind alle politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen gehalten eine Impfinfrastruktur aufzubauen.

PM

25.11.2021

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