Rubrikübersicht | Impressum | 03. Dezember 2022


Leserbriefe

Frauenhäuser als wichtiges Hilfsangebot absichern

Bild: V.l.n.r.: Seemann, Aeffner, Vogt, Göldn

V.l.n.r.: Seemann, Aeffner, Vogt, Göldn

Die grünen Abgeordneten Stephanie Aeffner MdB und Stefanie Seemann MdL und Kreisrätin Elisabeth Vogt trafen sich zum Gespräch mit Tanja Göldner, der Leiterin des Frauenhauses und der Fachstelle gegen häusliche Gewalt.

Wie wichtig es ist, die Finanzierung von Frauenhäusern einheitlich und auskömmlich zu regeln, hat sich während der Pandemie eindringlich gezeigt. Denn genügend Plätze in einem Frauenhaus für alle Hilfesuchenden und die erforderliche psychosoziale Begleitung vorzuhalten, ist schwer möglich, wenn die Refinanzierung über die Belegung mittels Tagessätzen erfolgt.
Die Entscheidung von Stadt und Kreis im letzten Jahr, die Fachstelle separat zu finanzieren, war in den Augen der Leiterin Frau Göldner ein wichtiger Schritt. Auch Elisabeth Vogt hatte sich als Kreisrätin dafür eingesetzt. Dennoch bleibt die Finanzierung eine stete Herausforderung.
Die Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann bekräftigt die Notwendigkeit Planungssicherheit zu schaffen. Sie ist als frauenpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion mit Frauenhäusern in ganz Baden-Württemberg in Kontakt.
Den dringenden Handlungsbedarf sieht auch die Bundestagsabgeordnete Stephanie Aeffner: "Jede schutzsuchende Frau muss einen Platz in einem Frauenhaus und die entsprechende Beratung schnell und unbürokratisch erhalten. Dafür ist es wichtig und richtig, dass Bund, Länder und Kommunen hier zukünftig zusammenwirken und sich auch die Finanzierung aufteilen. Denn der Schutz vor Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe". Dementsprechend haben die Ampelparteien im Koalitionsvertrag vereinbart, dass ein bundeseinheitlicher Rechtsrahmen für eine verlässliche Finanzierung geschaffen werden soll. Aeffner zeigte sich zuversichtlich, dass zügig an der Umsetzung gearbeitet wird.
Während vielfach darüber berichtet wurde, dass durch die Pandemie häusliche Gewalt zugenommen hat, haben gleichzeitig weniger Frauen Schutz im Frauenhaus Pforzheim gesucht. Gewalt ist noch mehr ins Verborgene verlagert worden. Oft sind es die Kinder, die ihre Lebenssituation irgendwann nicht mehr ertragen und Schulsozialarbeit oder Lehrerinnen und Lehrer um Hilfe bitten. Durch Schulschließungen und individuelle Quarantänezeiten ist für viele dieser Kinder der so wichtige Vertrauensort weggefallen. Auch anderenorts, wie in Arztpraxen, Behörden oder anderen öffentlichen Einrichtungen, bei denen die Fachstelle ihr Angebot bekannt macht, gab es kaum noch Kontakte.
Umso wichtiger ist es jetzt verstärkt die Fachstelle und die Möglichkeit in einem Frauenhaus Zuflucht zu finden, in der Bevölkerung bekannt zu machen. Für betroffene Frauen und Kinder kann der Hinweis von Bekannten oder aus der Nachbarschaft lebensrettend sein.

PM/S. Aeffner MdB

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