Leserbriefe
Vor dem MAHLE-Werk in Mühlacker haben am 5.12. 2025 mehr
als 350 Menschen ein starkes Signal gesetzt:
Sie kämpfen für den Erhalt von Arbeitsplätzen und eine sichere Zukunft des Standorts. Der Betriebsrat des Werks organisierte eine Betriebsversammlung, an der sich rund 250 Beschäftigte sowie 100 hauptamtliche Gewerkschaftssekretärinnen und -sekretäre der IG Metall beteiligten.
Die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter waren eigens aus Pforzheim angereist, wo aktuell eine Konferenz stattfindet.
Nektaria Christidou: „2026 wird ein Schicksalsjahr für Mühlacker" . Nektaria Christidou, Betriebsratsvorsitzende bei MAHLE Mühlacker, machte in ihrer Rede deutlich: „Die Stimmung bei den Beschäftigten ist schlecht, sie erfahren keine Wertschätzung mehr für ihre Arbeit. 2026 wird ein Schicksalsjahr für Mühlacker - unser
Zukunftstarifvertrag und unsere Beschäftigungssicherung stehen auf dem Prüfstand.
Unsere Kolleginnen und Kollegen haben ihren Beitrag geleistet, jetzt muss die Konzernleitung liefern: neue Produkte und Investitionen, damit Mühlacker wettbewerbsfähig bleibt."
IG Metall fordert klare industriepolitische Strategie
Auch die IG Metall setzt ein klares Zeichen. Nadine Boguslawski, Tarifvorständin und Hauptkassiererin der IG Metall, betonte: „Wir fordern eine industriepolitische Strategie, die Wertschöpfung und Arbeitsplätze in unserer Region und in Deutschland sichert.
Local Content heißt: Wer in Europa verkaufen will, muss auch hier produzieren. Es darf
nicht sein, dass Unternehmen Gewinne auf unserem Markt machen, aber die Produktion ins Ausland verlagern."
Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg, ergänzte: „Mahle in
Mühlacker steht sinnbildlich für die Probleme der gesamten Metall- und Elektroindustrie. Die Beschäftigten haben viele Ideen, wie das Werk produktiver
werden kann. Jetzt muss das Management liefern und ein klares Bekenntnis zum Standort abgeben. Dafür stehen wir als IG Metall Baden-Württemberg geschlossen
ein."
Die IG Metall und die Beschäftigten von MAHLE Mühlacker sind sich einig: Der Standort
braucht eine Zukunftsperspektive. Dafür kämpfen sie gemeinsam - mit klaren Forderungen an die Konzernleitung und die Politik.
Zukunftstarifvertrag läuft Ende 2026 aus
Der Anlass für die Protestaktion ist der Ende 2026 auslaufende Zukunftstarifvertrag.
Dieser garantiert derzeit die Beschäftigungssicherung für über 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Mühlacker. Ohne klare Zusagen und Investitionen droht
dem Werk eine ungewisse Zukunft. Die Beschäftigten fordern deshalb neue Produkte und Investitionen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern.
PM/igm
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