Rubrikübersicht | Impressum | 02. Juli 2022


Leserbriefe

Für Ausbildung : BESSER + MEHR!

Bild: IG Metalljugend unterwegs.. (Foto: igm)

IG Metalljugend unterwegs.. (Foto: igm)

IG Metall Jugend in den Abendstunden in der Innenstadt von Pforzheim unterwegs

Um auf die Misere in der Ausbildung während der Corona Pandemie aufmerksam zu machen waren gestern Vertreter:innen der IG Metall Jugend unterwegs. Sie verteilten verkleidet als Nikoläuse verkleidet in den Abendstunden in pforzheim Ausbildungsplätzchen und warben für Unterschriften für die Petition „Für Ausbildung - BESSER &" MEHR! Mit dabei die 1. Bevollmächtigte der IG Metall Pforzheim, Liane Papaioannou.

Mit der Petition fordert die IG Metall Jugend:

- Sicherung und Ausbau von Ausbildungsplätzen durch eine gesetzliche umlagefinanzierte Ausbildungsgarantie

- Ausbildungsqualität betrieblich sicherstellen und Berufsschulen besser ausstatten

- Unbefristete Übernahme für alle Ausgebildeten

- Gleiche Rechte für dual Studierende und Auszubildende

Im Jahr zwei der Corona-Pandemie steht nach Angaben der IG Metall Pforzheim fest: Die Auswirkungen der Krise treffen, die junge Generation, hart. Einerseits sinkt die Anzahl der Ausbildungsplätze, andererseits sinkt die Ausbildungsqualität in den Betrieben massiv.

Die IG Metall Jugend Pforzheim stellt fest:

Weniger Ausbildungsplätze bedeutet für uns einen realen Verlust an Lebenschancen. Aus Erfahrung wissen wir: Einmal verlorene Ausbildungsplätze kehren nicht von alleine zurück. Dazu braucht es unser Eingreifen.

 

Das Verhalten der Arbeitgeber:innen in der Corona-Pandemie führt zu einem flächendeckenden Einbruch der Ausbildungsqualität. Durch mobiles Arbeiten und schlechte digitale Ausstattung von Berufsschulen verschärfen sich die Missstände, die schon vor der Pandemie bestanden haben. Weiterhin wirken die fehlenden gesetzlichen Regelungen für dual Studierende, grade in Zeiten der Krise, als Brandbeschleuniger für Probleme in dieser Beschäftigtengruppe.

 

Daher fordert die IG Metall Jugend:

Politik ist in der Verantwortung: Ausbildungsplätze fallen nicht vom Himmel. Die Politik muss mit einer umlagefinanzierten Ausbildungsgarantie endlich ein Anreizsystem schaffen, das die duale Berufsausbildung für Unternehmen finanziell attraktiv macht und jene sanktioniert, die sich vor ihrer Verantwortung drücken. Zusätzlich brauchen wir einen Pakt für zukunftsfeste und gut ausgestattete Berufsschulen. Unter anderem dafür gehen wir am 29.10. beim #Fairwandel-Aktionstag auf die Straße!

 

Arbeitgeber:innen sind in der Verantwortung, uns eine Zukunft zu geben. Ausbildungsinhalte, die durch Lockdown, Kurzarbeit und Homeschooling zu kurz gekommen sind, müssen nachgeholt werden können! Weiterhin müssen gerade jetzt die tariflichen Regelungen zur unbefristeten Übernahme umgesetzt werden!

 

Zusätzlich benötigen dual Studierende endlich einen gesetzlichen Rahmen, der u. a. das Arbeitsverhältnis und die Verzahnung der Inhalte zwischen Hochschule und Betrieb regelt!
PM/igm

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