Rubrikübersicht | Impressum | 02. Dezember 2022


Leserbriefe

Bürgermeister Frank Fillbrunn besucht Partnerstadt Gernika

Bild: Kränze auf dem Friedhof Zallo

Kränze auf dem Friedhof Zallo

Anlässlich des 85. Jahrestags der Bombardierung der Stadt Gernika hat Bürgermeister Frank Fillbrunn Pforzheims baskische Partnerstadt besucht und zeigte sich beeindruckt von der großen Gastfreundschaft und der Herzlichkeit der Gastgeber.

Der Tag war von einem historischen Moment geprägt: Die spanische Regierung verurteilt erstmals die Zerstörung der Stadt Gernika. Bereits 1997 bat der damalige deutsche Bundespräsident Roman Herzog die Einwohner von Gernika um Vergebung für den Angriff der Legion Condor. Das Nazi-Regime hatte die Flugzeuge nach Spanien geschickt, um den späteren Diktator Francisco Franco im Bürgerkrieg gegen die Truppen der republikanischen Regierung zu unterstützen.
In Gernika wartete man bis jetzt vergeblich auf ein solches Zeichen aus Madrid. Beim diesjährigen Jahrestag war zum ersten Mal ein Vertreter der spanischen Regierung, Fernando Martínez López, Staatssekretär für demokratische Erinnerung, zugegen. Dem zugrunde liegt die Verabschiedung einer institutionellen Erklärung in einer Kabinettssitzung zur Anerkennung der Opfer der Bombardierung von Gernika und zur Verurteilung der Kriegshandlungen gegen die Zivilbevölkerung.
Bürgermeister Frank Fillbrunn zeigte sich ergriffen von den Gedenkfeierlichkeiten: „Leider lassen sich von dem Angriff vor 85 Jahren traurige Parallelen zu dem Krieg in der Ukraine ziehen. Mit der Verleihung der Friedenspreise und dem gemeinsamen Gedenken stehen wir zusammen mit der Stadt Gernika für Frieden und Versöhnung zwischen den Völkern und gegen den Krieg."

Den Preis für Frieden und Versöhnung für das Jahr 2020 überreichte Bürgermeister Frank Fillbrunn an Miriam García Torres von den Peace Brigades International - eine nichtstaatliche internationale Friedens- und Menschenrechtsorganisation. Die Übergabe des Preises konnte pandemiebedingt erst jetzt erfolgen. Den diesjährigen Friedenspreis wiederum übergab Bürgermeister Frank Fillbrunn an Joy Ada Onyesoh, der Leiterin der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit in Nigeria. Die Women's International League for
Peace and Freedom ist eine internationale nichtstaatliche Organisation, die älteste internationale Frauen-Friedensorganisation der Welt. In seiner Rede ging Gernikas Oberbürgermeister José María Gorroño auf den Krieg in der Ukraine ein und wies auf die vielen bewaffneten Konflikte in der Welt hin. Er betonte, dass es einer allumfassenden Ethik bedürfe, die das Zusammenleben der Menschen und die Einhaltung der Menschenrechte sichere. Er rief die Politiker in allen Teilen der Welt auf, sich für eine Kultur der Freiheit, der So-
 idarität, der Toleranz und der Menschenwürde einzusetzen und die Verantwortung für das Leben nie zu vergessen. Dass diese Werte und die Würde des Menschen vor wirtschaftlichen Interessen stehen müssten- einer Moral für das Leben und gegen den Krieg. Die Stadt Gernika hat bereits Hilfslieferungen in die Ukraine geschickt und 35 Kriegsflüchtlinge in der Stadt aufgenommen.
Zur Angriffszeit ertönten vier Minuten lang die Sirenen und Glocken in der ganzen Stadt, um der Opfer des vernichtenden Angriffs durch die deutsche Legion Condor am 26. April 1937 in 4 Schweigeminuten zu gedenken.
Bei der Gedenkfeier auf dem Friedhof Zallo reihte sich Bürgermeister Frank Fillbrunn in die Prozession ein,um den Kranz der Stadt Pforzheim an der Gedenkstätte niederzulegen. Ein baskischer Tänzer und ein Kinderchor begleiteten das Programm. Abschließend fand im Stadtzentrum eine Lichterprozession in Stille statt. Vielfältige Aktivitäten in den Tagen vor und nach dem 26. April zeigen das große Interesse der Bevölkerung am Gedenktag auch 85 Jahre nach der Bombardierung Gernikas.
Die Städtepartnerschaft zwischen Gernika und Pforzheim besteht seit dem Jahr 1989. Beide Städte teilen das selbe Schicksal und wurden vor und im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. 85 Jahre nach dem Angriff hat
PM/stpf

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