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Leserbriefe

25. November: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Bild: Gewalt gegen Frauen(Foto:igm)

Gewalt gegen Frauen(Foto:igm)

IG Metall Pforzheim fordert besseren Schutz für Frauen
- Alle 45 Minuten ist eine Frau häuslicher Gewalt ausgesetzt
- Jede sechste Frau wurde am Arbeitsplatz schon sexuell belästigt
- Liane Papaioannou fordert Betriebsvereinbarungen zum Umgang mit sexualisierter Gewalt am Ar-
beitsplatz
Pforzheim Enzkreis - Anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mäd-
chen am 25. November spricht sich die IG Metall Pforzheim für besseren Schutz vor häuslicher und sexuel-
ler Gewalt und Belästigung aus.
Die Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts (BKA) für 2019 zeigt: Statistisch gesehen ist alle 45 Minuten
eine Frau gefährlicher Körperverletzung oder Partnerschaftsgewalt ausgesetzt. Während der Corona-Pande-
mie hat sich dieser Zustand noch verschlechtert. Es muss außerdem von einer hohen Dunkelziffer ausgegan-
gen werden.
„Diese Zahlen sind erschreckend. Es ist wichtig, wachsam zu sein, Betroffene auf Hilfsangebote hinzuweisen
und sie so weit wie möglich zu unterstützen. Weiterhin brauchen wir aber auch einen deutlichen Ausbau
von Schutzräumen. Die Kapazitäten in Frauenhäusern reichen oftmals nicht aus", erklärt die 1. Bevollmäch-
tigte der IG Metall Pforzheim Liane Papaioannou. „In Pforzheim gibt es gerade einmal 26 Plätze für Frauen
und Kinder. Die IG Metall fordert von der neuen Bundesregierung eine ausreichende Finanzierung von Frau-
enhäusern und eine Ausweitung der Schutzangebote", so die Gewerkschafterin weiter.
Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine Form der Menschenrechtsverletzung und Diskriminierung -
festgeschrieben in der Istanbul-Konvention. Diese Konvention hat das Ziel, (häusliche) Gewalt gegen Frauen
zu bekämpfen. Deutschland bekennt sich zu den Zielen und hat das Engagement gegen Gewalt an Frauen
ausgeweitet. Als Gewerkschaft richtet die IG Metall Pforzheim ein besonderes Augenmerk auf Gewalt gegen
Frauen am Arbeitsplatz. Jede sechste Frau wurde am Arbeitsplatz schon sexuell belästigt, wie Zahlen der
Antidiskriminierungsstelle des Bundes belegen. „Wir fordern die Arbeitgeber auf, betriebliche Anlaufstellen
im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes einzurichten. Wir brauchen mehr Betriebsvereinba-
rungen, die partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz fördern und regeln", erklärte Papaioannou. „Wir
wollen ein respektvolles und solidarisches Miteinander von Frauen und Männern. Das heißt auch, Grenzen
wahrzunehmen und zu akzeptieren. Jede Form von Gewalt und sexueller Belästigung muss sofort und nach-
haltig unterbunden werden. "
Ressourcen und Hilfsangebote:
In zahlreichen Supermärkten gibt es Anlaufstellen.
Das Codewort „Maske 19" führt zu einer schnellen Hilfe, wenn Frauen es in Apotheken oder beim Arzt ver-
wenden.
Fachstelle Häusliche Gewalt Pforzheim Enzkreis: htt-
ps://frauenhaus-pforzheim.de/fachstelle-haeusliche-gewalt-pforzheim-enzkreis / 07231/4 57 63 33
Frauenhaus Pforzheim:
https://frauenhaus-pforzheim.de/frauenhaus-pforzheim-3/ 07231 45 76 30
Die Initiative „Stärker als Gewalt" informiert zum Thema und bietet Hilfsangebote auf einen Blick: ww-
w.staerkeralsgewalt.de
Das Hilfstelefon (kostenlos und rund um die Uhr nutzbar): https://ww-
w.hilfetelefon.de 08000 116 016
Das Elterntelefon (anonym, kostenlos, Mo-Fr 9 bis 17 Uhr, zusätzlich Di und Do 17 bis 19 Uhr): https://ww-
w.nummergegenkummer.de/elterntelefon.html 08001110550
PM/igm

23.11.2021

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