Demokratie und Aktion
Angelika Drescher vom Kulturamt der Stadt Pforzheim vor dem frisch sanierten Gedenkstein (Foto:ron)
Bericht und Kommentar
Am 30. November 1944 wurden wenige Monate vor Kriegsende in Pforzheim 25 Mitglieder der Reseau Alliance (17 Männer und acht Frauen) im Hagenschieß bestialisch gefoltert und durch Genickschuß ermordet. Am frisch sanierten Gedenkstein erinnerte Angelika Drescher vom Kulturamt der Stadt Pforzheim die wenigen Zuhörer an diese grausame illegale Hinrichtung am Rande des Hagenschießwaldes. Landesweit wurden damals im Rahmen der "Schwarzwälder Blutwoche" damals hunderte von Widerstandskämpfern aus ihren Zellen geholt, auch unter dem Vorwand, "sie würden freigelassen wie in Pforzheim" aus dem Gefängnis an der Rohrstrasse, das heute als Abschiebhaftanstalt dient. Die Männer und Frauen wurden dann in den Wald nahe dem heutigen Wildpark gebracht, ermordet und hastig verscharrt.
Seit 2008 findet diese Gedenkfeier auf Initiative u.a. von Pfarrer Hans Ade, Gerhard Brändle, Jürgen Schroth statt, der Gemeinderat hatte auch vor einiger Zeit beschlossen, alle fünf Jahre eine grosse Gedenkfeier auszurichten, so Frau Angelika Drescher vom Kulturamt der Stadt Pforzheim. Dazu kommen dann Delegationen der Reseau Alliance aus Frankreich nach Pforzheim, eine kurze Grußbotschaft aus Frankreich als Dank wurde dazu verlesen.
Zusatz: Leider waren diesesmal , wohl auch wegen des schlechten Wetters, nur wenige Zuhörer gekommen. Vielleicht sollte die Stadt dazu auch mal unter den Schulen mobilisieren, ähnlich wie bei der Reichspogromnacht, denn das Gedenken an dieses lokale Massaker wäre auch wichtig für den Geschichtsunterricht an lokalen Schule, damit sich dergleichen nicht in anderer Form wiederholt.
ron
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