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Schuldig im Sinne der Anklage: Angeklagter legt Geständnis über Anwalt ab

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Bericht von der Gerichtsverhandlung am 2.12. 19 zum Pforzheimer Kinderpornoringfall

Ein 44-jähriger Angeklagter, der im Frühjahr 2019 unter dem Vorwurf eine Kinderporno-Plattform im Darknet betreiben zu haben, hat nun weitgehend die
Vorwürfe eingeräumt. Im droht nun eine Freiheitsstrafe von 4 - 5 Jahren, ohne das Geständnis wäre die Strafe höher ausgefallen. Anwesend waren nur wenige Personen, darunter auch Pressevertreter.

Ermittler des BKA schilderten als Zeugen geladen, wie sie versucht haben, die Daten nach der Hausdurchsuchung auf den diversen Computern in der o.a. Wohnung vor der Vernichtung zu retten, es waren auch Abschalteinrichtungen installiert. Unter dem Tarnnamen Lucky Eddy war der Angeklagte im Internet unterwegs, er betrieb die Plattform „Hidden Door",(Geheimtür)auf der hauptsächlich Bilder von sexuell missbrauchten Mädchen im Alter von 4 - 12 Jahren angeboten wurden. Die Strafe für solche Straftaten liegt bei bis zu fünf Jahren Gefängnis.
Der Beschuldigte hat früher bei einer Firma im Grossraum Stuttgart gearbeitet. Er sei unauffällig gewesen, vor fünf Jahren veränderte er sich, auch weil er nur noch Rohkost zu sich nahm. Seine Fehlzeiten nahmen drastisch zu, zum Schluß bekam er die Freistellung (Kündigung) durch den Arbeitgeber. In der Wohnung in der Unteren Au in Pforzheim wurde eine Sammlung von Gold- und Silbermünzen in einem grösseren fünfstelligen Euro-Betrag bei der Durchsuchung gefunden.
Er habe am Wochenende immer bei seiner Mutter gegessen, die fassungslos über seine plötzliche Festnahme war, auch deren Wohnung wurde dann nach Absprache durchsucht. Der Angeklagte wohnte in der Unteren Au in Pforzheim in bescheidenen Verhältnissen, 1-Zimmerwohnung, spartanisch eingerichtet, kein Bett, er schlief auf einer Matratze auf dem Boden. Er verweigerte bislang gegenüber dem Gericht jegliche Auskunft, auch das Geständnis kam wohl erst auf Einwirken seines Anwaltes Cornelius Schaffrath zustande, der auf einen Richtervorschlag zur Abkürzung der ganzen Sache reagierte.
Einer BKA-Beamtin, als Zeugin geladen, gelang es, einige Dateien herunterzuladen, mit indiziertem Inhalt. Ein geladener Psychologe der Uni Heidelberg kann erst ein Gutachten erstellen, wenn ein weiterer Polizeibeamter eine Aussage zum Angeklagten vor Gericht gemacht hat.
Das Gericht machte dann den Vorschlag, das Verfahren abzukürzen, die Strafe auf unter fünf Jahren zu verkürzen, wenn er zustimmt, ein Geständnis ablegt. Was auch sein Verteidiger Cornelius Schaffrath befürwortete, nach kurzer Beratungspause für seinen Mandanten auch darlegte. Am 9.12. 19 sollte noch ein FBI-Beamter vor Gericht aussagen, das FBI übernimmt die Kosten dafür, es ist noch unklar, ob es nach dem Geständnis nun überhaupt dazu kommt.

03.12.2019

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