Rubrikübersicht | Impressum | 03. Dezember 2022


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Chaos durch nicht abgeholtes Altpapier - Stadt zieht Notbremse..

Bild: Riesige Altpapiermengen lagern wochenlang bereits am Strassenrand bzw. Grundstücken

Riesige Altpapiermengen lagern wochenlang bereits am Strassenrand bzw. Grundstücken

 Notfall-Task Force zur Abholung von unvorhergesehenen Müllmengen wird gebildet - Durchgängige telefonische Erreichbarkeit soll aufgebaut werden

Abfallwirtschaft: Stadt holt Papiertonnen und Bündel zukünftig gleichzeitig ab..


Die Stadt Pforzheim reagiert nun endlich auf die Probleme, die es bei der Umstellung des Abfallwirtschaftssystems in der letzten Zeit gegeben hat. Papierbündel und Papiertonnen werden künftig gemeinsam abgeholt. „Damit bieten wir ab nächster Woche alle 14 Tage eine komplette Papierabfuhr an", so Bürgermeister Alexander Uhlig. Bislang wurden blaue Tonnen und Bündel im 14täglichen Wechsel abgeholt. Ein System, das sich in der Praxis allerdings nicht bewährt hat. Papierbündel wurden vielerorts auch dann auf die Straße gelegt, wenn eigentlich nur Papiertonnen an der Reihe waren. Unschöne Ansammlungen von Papiermüll im Straßenbild waren die Folge. Auch hat sich im Vergleich des Monats März 2013 zum Monat März des vergangenen Jahres eine Steigerung der Papiermenge um 35 Prozent ergeben. Das sei so nicht absehbar gewesen.

„Offenbar war das bisherige System zu kompliziert", analysiert der Bürgermeister. Die einfachere Alternative sei ein Entweder-oder von Papiertonnen oder Bündeln, das in vielen Städten und Kreisen durchaus üblich ist. „Wir haben uns bewusst gegen eine solche Eingrenzung entschieden, um allen Pforzheimerinnen und Pforzheimern einen befriedigenden Service anbieten zu können", so Alexander Uhlig. „Diesen umfassenden Service wollen wir auch in Zukunft nicht aufgeben, selbst wenn das in der Summe mehr Arbeit bedeutet", sagt Uhlig. Mit Beginn der Kalenderwoche 15 (ab 8. April) werden deshalb erstmals Papierbündel und Papiertonnen gemeinsam abgeholt.

Gleichzeitig wird eine Task Force aufgebaut, die aus drei Trupps bestehen und auf Abruf erreichbar sein soll. Diese soll immer dann anrücken, wenn irgendwo in der Stadt Müllansammlungen gemeldet werden, die entweder falsch abgelegt oder nicht abgeholt wurden. „Wir wollen das die nächsten vier bis sechs Wochen ausprobieren, um dann eine Bilanz zu ziehen: Hat es funktioniert, hat es nicht funktioniert?", so Bernd Hagenbuch, Leiter der Technischen Dienste. Damit soll auch eine bessere Erreichbarkeit der Abfallwirtschaft über den Dienstschluss hinaus verbunden sein. „Wir bemühen uns darum, in den nächsten Wochen eine durchgängige Erreichbarkeit aufzubauen, die im Idealfall ab Mitte April steht", so Bürgermeister Alexander Uhlig. Diese solle aus Personen gespeist werden, die Erfahrung im Umgang mit Bürgeranliegen  besitzen und Beschwerden zunächst einmal aufnehmen, um diese dann an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Die digitale Erreichbarkeit ist weiterhin über ServiceCenter-abfallwirtschaft@stadt-pforzheim.de gewährleistet.

Kommentar:

Da ist wohl einiges schief gelaufen, nicht nur in der Verwaltung. Auch der Altpapierentsorger war offenbar nicht in der Lage, das viele wochenlang abgelagerte Altpapier rechtzeitig zu entsorgen, zu dem konnten lange vorher von den Kunden bestellte Altpapiertonnen nicht ausgeliefert werden. Es wäre besser gewesen, statt einem "Kaltstart" hier (netzplanmässig) gesteuert Testläufe durchzuführen, Bürgerumfragen zum neuen System durchzuführen, die Bestellungen der Tonnen vorher besser zu koordinieren und erst zu beginnen, wenn alles stimmig ist und jeder seine Tonne hat. Ausserdem hat Pforzheim kein mehrsprachiges amtliches kostenloses Mitteilungsblatt, um auch Pforzheimer mit ausländischen Wurzeln zu informieren. Ironisches Detail des "Infochaos" am Rand: Eine Presseinladung ins Rathaus auf den 2. April wurde mit Datum 3.4. verschickt..

 

05.04.2013

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